Dienstag, 31. Dezember 2013

Unruhe von Jesper Stein

Ein neuer Ermittler in Kopenhagen

Der Ermittler Axel Steen vom Kopenhagener Morddezernat wird nach Unruhen und Demonstrationen um ein Jugendzentrum auf den gegenüberliegenden Friedhof gerufen. Hier befindet sich eine männliche Leiche, die wie ein Autonomer angezogen ist. Schnell gerät die Polizei in Verdacht den Mann getötet zu haben. Schließlich wurde das Gelände von zwei Polizisten zur Tatzeit bewacht, die aber nichts ungewöhnliches bemerkt haben wollen. Wie ist die Leiche auf den Friedhof gekommen? Für Axel Steen stellen sich nun die folgenden Fragen: Wer war der Tote und wie konnte er getötet werden, obwohl eine Hundertschaft von Polizisten vor Ort war?

Dieser Krimi von Jesper Stein ist wirklich sehr unruhig. Nicht nur die Demonstrationen und Gewalttaten in Kopenhagen bringen den Leser diesen Eindruck nahe. Nein auch die Gemütslage des Ermittler wird durch Unruhe und Rastlosigkeit geplagt. Axel Steen hat unheimliche Angst an Herzversagen zu sterben. Diese Tatsache und auch seine sonstige persönliche Situation lassen ihn Nacht für Nacht nicht schlafen. Axel greift für einen Polizisten zu ungewöhnlichen Mitteln, um auch mal etwas Ruhe zu finden. Nach einem Joint kann er wunderbar schlafen.

Aber auch seine Ermittlungsmethoden laufen nicht immer mit den Gesetzen konform. So arbeitet er beispielsweise mit einer Journalistin zusammen und gibt ihr Details zum Ermittlungsstand, setzt Mafiagrößen unter Druck und ermittelt, obwohl er schon vom Fall abgezogen wurde.

In anderen Rezensionen habe ich schon gelesen, dass die Figur des Axel Steen nicht unbedingt als Sympathieträger angesehen wird. Aber mal ganz ehrlich. Braucht der Leser einen Ermittler der nur Sympathien hervorruft. Ich meine nein. Axel ist wie er ist. Unkonventionell, ruppig, ängstlich, aber auch mitfühlend und er liebt seine Tochter. Das er sein Leben nicht perfekt im Griff hat macht ihn doch menschlich und so sollte ein Ermittler in einem Krimi auch sein. Perfekt ist auch langweilig und das ist dieser Krimi von Jesper Stein auf keinen Fall.

Anfangs hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte einzutauchen. Aber nach einiger Lesezeit habe ich die Person Axel Steen besser kennengelernt und konnte so der Geschichte dann auch gut folgen.

Dieser Krimi bekommt von mir 8 von 10 Punkte, weil ich die Unruhe von Axel Steen gut nachvollziehen und verstehen konnte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude 

Freitag, 27. Dezember 2013

Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs von Fabian Sixtus Körner

Ein interessanter Reisebericht

Nach seinem Studium hat Fabian Sixtus Körner einen ungewöhnlichen aber wunderbaren Plan. Er möchte für 2 Jahren die Welt bereisen und auf jedem Kontinent für Kost und Logi arbeiten und verschiedene berufliche Erfahrungen sammeln. Sein Vorbild ist in diesem Fall die Walz, wie sie einst bei Handwerksgesellen üblich war. Vor seiner Reise definiert Fabian 10 Regeln, an die er sich während seiner Walzzeit halten will. Dass diese Regeln nicht immer eingehalten werden können soll unserer Weltenbummler sehr schnell merken.

Also macht sich Fabian, nachdem er seine Sachen eingelagert, seine Wohnung gekündigt und alles weitere in Deutschland geregelt hat, nur mit einem Rucksack auf den Weg nach Shanghai. Seine Reise ist eine Reise ins Ungewisse. Sie führt ihn auf 5 Kontinente, bringt ihn zu den unterschiedlichsten Menschen sowie zu interessanten und abwechslungsreichen Jobs und macht ihn schlussendlich um viele Erfahrungen und Erkenntnisse reicher.

Dieser Reise- und Erfahrungsbericht von Fabian Sixtus Körner gibt dem Leser einen wirklich interessanten und spannenden Einblick in fremde Kulturen, in die unterschiedlichsten kulturellen Arbeitsweisen und Denkweisen und er weckt das Bedürfnis selbst einmal diese Andersartigkeit kennenzulernen bzw. selbst zu erfahren. Die Lektüre dieses Buches macht Lust selbst die genannten Orte zu bereisen, neue Menschen kennenzulernen bzw. von ihnen zu lernen und sich vor Ort inspirieren zu lassen.

Auch wenn nicht jede geschilderte Begegnung nur positiv war, so war diese Geschichte und Erfahrung doch insgesamt sehr lehrreich, lesenswert und anscheinend für Fabian Sixtus Körner selbst wohl auch so etwas wie eine Offenbarung und Wegweiser für seinen zukünftigen Weg.

Dieses Buch führt einen an die unterschiedlichsten Orte, schildert lustige, komische, abenteuerliche aber auch traurige und gefährliche Begebenheiten. Für Fans von Erfahrungs- und Reiseberichten eine unterhaltsame Lektüre für die ich gerne 8 von 10 Punkte vergeben möchte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Weihnachtliche Kurzgeschichten

Meine Weihnachtslektüre Teil 2

Hier findet ihr nun den 2. Teil der weihnachtlichen Kurzgeschichten, die ich diesem Dezember gelesen habe.

Frau Hasemann feiert ein fest und andere Geschichten von Silke Schütze

Inhalt: Frau Hasemann wird von ihrer Tochter am 23. Dezember angerufen und diese teilt ihr mit, dass sie zu Weihnachten leider nicht nach Hause zu ihren Eltern kommen kann, weil sie in Hamburg arbeiten muss. Daraufhin macht sich Mama Hasemann auf den Weg in die Hansestadt mit Weihnachtsgans und Tannenbaum, um ihrer Tochter zu überraschen.

Meine Meinung: Bei diesem Buch vom Dotbooks handelt es sich um eine Sammlung von 3 weihnachtlichen Kurzgeschichten, die schön zu lesen sind und eine weihnachtliche Stimmung aufkommen lassen. (8 von 10 Punkte)

Verhext, Weihnachten bei Eli von Kristina Günak

Inhalt: Eli feiert zusammen mit ihren Freunden und ihrer Familie ihr Julfest kurz vor Weihnachten. Eli ist eine Hexe und zusammen mit ihren leiblichen Vater einen Ex-Engel, ihrer Mutter, auch eine Hexe und ihrem Freund, einen Gestaltenwandler, begeht sie eine wichtige Zeremonie in ihrem Hexendasein.


Meine Meinung: Da ich bisher noch nicht die Geschichte von Eli kannte war es für mich etwas schwierig die Geschichte einzutauchen. Aber ich denke für Fans von Eli ist diese kleine weihnachtliche Kurzgeschichte eine nette Idee (7 von 10 Punkte)

Der Herzenswunsch: Überraschung am Heiligen Abend von Doris Lösel

Inhalt: Die Studentin Alisha Fellows arbeitet in bei Mr. S. Claus in der Wunschfabrik. Leider ist ihr Arbeitgeber aber am Heiligen Abend plötzlich verschwunden und Alisha macht sich große Sorgen. Zusätzlich hat sie einen großen Herzenswunsch. Wird sich dieser Wunsch für Alisha erfüllen?

Meine Meinung: Nette Kurzgeschichte zum Thema Weihnachten. Kann man lesen, muss man aber auch nicht (7 von 10 Punkte)



Ein Weihnachtsgeschenk mit Folgen von Leonie von Zedernburg 

Inhalt: Senta lebt mit ihrer Tochter Lilly und Hund in einem kleinen Haus auf dem Lande. Eigentlich könnte sie ihrem Leben ganz zufrieden sein, wenn da nicht ihr nerviger Ex-Mann Lothar wäre, der ständig auf der Matte steht und ihr Leben weiter überwachen will. Auch ihre Freundin Ina macht ihr kurz vor dem Weihnachtsfest das Leben schwer. Da sendet sie ihr doch ein eher ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk, dass plötzlich vor ihrer Tür steht und Senta in ein wahres Gefühlschaos stürzt. Senta benimmt sich nach der Begegnung mit dem Weihnachtsgeschenk sehr seltsam und die Familie beginnt sich sorgen zu machen.

Meine Meinung: Interessante Weihnachtsgeschichte mit einem scharfen Geschenk von der Freunde, dass zu einigen Komplikationen führt. Amüsante kürze Geschichte, die man durchaus schnell mal zwischendurch lesen kann. (7 von 10 Punkte)

© claude 


Dienstag, 24. Dezember 2013

Der stille Sammler von Becky Masterman

Ein alter Fall wird aufgeklärt

Brigid Quinn, eine ehemalige FBI-Agentin, ist im Ruhestand und hat gerade geheiratet. Da wird sie noch einmal mit einem Fall, den sie in ihrer Laufbahn nicht lösen konnte, konfrontiert. Der Route-66-Killer wird von ihren Ex-Kollegen festgenommen. Nun soll Brigid noch einmal bei der Suche des letzten Opfers, ihrer damaligen Kollegin Jessica, dabei sein. Am Fundort der Leiche hat sie aber das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, obwohl es sich bei der Toten eindeutig um ein Opfer des Serienkillers handeln muss und der Täter Floyd Flynn, die Tat auch gestanden hat. Gemeinsam mit der Agentin Laura Colemann hat die Zweifeln an der Täterschaft von Flynn, aber kein anderer Beteiligter will diese Zweifel teilen. Plötzlich ist Laura Colemann verschwunden und Brigid ist bei der Suche nach ihr ganz auf sich allein gestellt.

Ein wirklicher spannender Thriller und ein schöner Auftakt für die FBI-Agentin Brigid Quinn. Die Autorin Becky Masterman schafft es direkt zu Beginn des Buches den Leser in diese Geschichte von Brigid zu ziehen und dem Leser nach und nach ihr bisheriges Leben sowie ihr Wirken beim FBI näher zu bringen. Der Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen, die Geschichte niemals langweilig und Brigid ist eine taffe, starke, aber auch unbeugsame Frau. Es auch mal sehr schön, dass die Hauptfigur nicht immer eine junge Person sein muss. Brigid ist bereits 59 Jahre und hat trotz allem noch die Energie den Täter und Mörder zu suchen. Schön ist es auch, dass sie in diesem Lebensabschnitt noch einen Mann begegnet ist, den sie lieben kann.

Bis zum Ende tappte ich im Dunkeln und wusste nicht wer der Täter war und wie das alles zusammenhängt, aber die Aufklärung der Autorin hat mir dann die Augen geöffnet und wirklich alles umfassend erklärt. Es wäre schön Brigid Quinn auch in weiteren Büchern wieder zu begegnen. Für diese Lesereise gebe ich 8 von 10 Punkte und kann diesen Thriller Fans dieses Genre gerne empfehlen.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

Samstag, 21. Dezember 2013

Das Leben, das man wählt von Sandra McKee

Liebe lässt sich nicht planen

Theresa Winter glaubt mit Ende 20, dass sie alles, was sie sich je als Kind gewünscht hat, schließlich auch erreicht hat. Sie ist verheiratet mit Leo, hat zwei süße Kinder und lebt gemeinsam mit Ihnen ein ruhiges Leben auf dem Land. Sie geht voll auf in dem Leben als Mutter, aber seit einiger Zeit merkt sie doch, dass dieses Leben nicht alles sein kann. Sie will auch mal der Routine und dem Alltag als Mutter und Ehefrau entfliehen und da kommt es gerade recht, dass ihre beste Freundin sie nach Irland einlädt.

Der dort geplante Urlaub verläuft dann nicht ganz wie geplant. Ihre Freundin wird von ihrer Chefin zur Arbeit beordert und so macht sich Theresa zusammen mit dem Künstler Ian Cordes auf den Weg Irland zu erkunden. Es gibt da nur ein kleines Problem. Theresa fühlt sich sehr zu Ian hingezogen und auch Ian scheint ihre Gefühle zu teilen. Es scheint ganz als würde dieser kurze Urlaub in Irland Theresas ganzes Leben auf den Kopf stellen und es in eine neue Richtung führen.

Dieser Roman von Sandra McKee hat mich wirklich stark begeistert. Ihre Schreibweise und ihr Erzählstil haben mich direkt mitgerissen. Ich wurde in die Geschichte geradezu hinein katapultiert, habe sofort mit den Protagonisten gelacht, geweint und mitgefühlt. Es handelt sich hier um eine wirklich wunderschöne, aber auch tragische und traurige Liebesgeschichte, die so von Theresa niemals geplant war. Aber Gefühle lassen sich halt nicht immer unterdrücken.

Auch das Ende der Geschichte passte hervorragend zu der bisherigen Erzählung und rundet die gesamte Erzählung perfekt ab. Es hätte kein anderes Ende sein dürfen, auch wenn ich es mir noch so gewünscht hatte. So bleibt diese Geschichte glaubwürdig und driftet nicht ins kitschige ab. Aber eines wäre wirklich schön, wenn es eine Fortsetzung geben würde.

Dieser Debütroman von Sandra McKee hat mich restlos begeistert. Ich hoffe es werden noch weitere Geschichten von ihr erscheinen und auch den Weg zu mir finden. Für dieses hervorragende Buch gebe ich 10 von 10 Punkte und bedanke mich bei der Autorin, dass ich ihr Buch in einer Leserunde zusammen mit ihr lesen durfte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Freitag, 20. Dezember 2013

Weihnachtliche Kurzgeschichten

Meine Weihnachtslektüre Teil 1

Bald ist Heiligabend und auch ich habe im Dezember bereits einige Weihnachtsgeschichten gelesen. Weihnachtsstimmung ist bei mir aufgekommen und nun möchte ich hier einen kleinen Überblick über meine Weihnachtslektüre geben.


Schöne Bescherung von Ian Rankin 

Inhalt: Weihnachten sollte eigentlich eine beschauliche, besinnliche, friedliche und fröhliche Zeit zum Feiern sein. Aber von wegen friedlich und besinnlich. In Schottland hat der Ermittler John Rebus einiges zu tun. So fängt er zwei Kaufhausdiebinnnen, einen Kleinkriminellen und findet sich schließlich unter vielen Weihnachtsmännern wieder.

Meine Meinung: Schöner und kurzer Krimi mit dem Ermittler John Rebus. Die Geschichte ist nett erzählt und als wirklich ganz kleiner Happen für die kleine Pause zwischen zwei Weihnachtseinkäufen geeignet. (8 von 10 Punkte für diesen Kurzkrimi)

Der kleine Weihnachtsmann und der große Wunsch von Norbert Hesse

Inhalt: Der kleine Weihnachtsmann ist noch viel zu klein und darf noch nicht wie die anderen Weihnachtsmänner auf Reisen gehen. Aber er möchte so gerne dieses Jahr dabei sein. Wird es den kleinen Weihnachtsmann gelingen dieses Jahr mitzureisen. Seine Freunde der Nordpolarbär und Rudolg wollen ihm gerne bei dieser Aufgabe helfen.

Meine Meinung: Eine schöne, lehrreiche und auch philosophische Weihnachtsgeschichte, die auch für die Kleinen geeignet ist. (Auch hier vergebe ich 8 von 10 Punkte)




Kleine Weihnachtskatastrophen von Edna Schuchardt 

Inhalt: Sylvias Verlobter ist ein Geizhalz. Aus diesem Grund will er auch zu Weihnachten heiraten, um ein bisschen Geld zu sparen. Gerade noch rechtzeitig erkennt Sylvia, dass sie diesem Mann nicht heiraten kann und ergreift die Flucht. Auf dem Flughafen trifft sie noch weitere Weihnachtsflüchlinge und zusammen machen sie sich auf den Weg nach Gran Canaria. Wie wird dieses Weihnachtsfest nur enden?

Meine Meinung: Lustige weihnachtliche Lektüre, die ein bisschen Sommerfeeling ins kalte Deutschland bringt. Bei diesem Roman handelt es sich um einen typischen Frauenroman, der sich schnell und flüssig lesen läßt. (8 von 10 Punkte für die Weihnachtsflüchtlinge von mir)


Plätzchen unter dem Mistelzweig von Abby Clements 

Inhalt: Weihnachten steht vor der Tür und die Bewohner der Gemeinde Skipley veranstalten einen Backwettbewerb. Alle sind fleissig ihre Küchlein, Plätzchen und Torten am vorbereiten und backen. Am Tage des Wettbewerbs müssen die Juroren leider feststellen, dass jemand das Backwerk manipuliert bzw, sabotiert hat. Wer aus der Gemeinde hat dieses Verbrechen gegangen und warum?

Meine Meinung: Eine nette kleine Weihnachtsgeschichte, die sich hervorragend zwischendurch lesen und genießen lässt. Aber Vorsicht beim Zubereiten eigenen Backwerkes kein Salz statt Zucker verwenden. Besonders haben mir die 2 Backrezepte am Ende des Buches gefallen. Die Zimtsterne habe ich auch direkt nachgebacken. Ich kann nur sagen, die Plätzchen sind saumäßig lecker. (8 von 10 Punkte für das Buch)

Ernas kleines Weihnachtswunder und andere Geschichten von Kirsten Rick

Inhalt: In diesem Buch finden wir 3 weihnachtliche Kurzgeschichten. Unter anderen lernen wir Erna kennen, die plötzlich in ihrer Wohnung den Panoramablick in Hamburg geniessen kann, als ihre Wand einfach wegbricht. Wir erleben wie Maria unter der Krippe ihre Kinder zu Welt bringt, oder wie eine Parfümerieverkäuferin damit kämpft bei Jingle Bells keinen Kunden zu erdrosseln.

Meine Meinung: Auch diese drei Kurzgeschichten sind nett zu lesen und bringen ein bisschen Weihnachtsstimmung für zwischendurch. (Auch hier vergebe ich 8 von 10 Punkte)

© claude



Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der Vertrag von B. G. List

Alles kann sich ändern durch diesen Vertrag

Thomas Kroll und seine Frau Alice sind zusammen sehr glücklich. Eines Tages entdeckt Thomas auf den Nachhauseweg im Schaufenster eines Ladens einen wertvollen Horch, ein Tretauto, das sehr selten ist. Auch Alice entdeckt dieses schöne und seltene Auto im Schaufenster. Bei Thomas setzt sich schnell der Wunsch fest dieses seltene Stück sein eigen zu nennen. Also besucht er den Händler und erkundigt nach dem Preis für das Auto. Seltsamerweise will der Antiquitätenhändler kein Geld, sondern nur 2 Jahre von Thomas Erinnerungen eintauschen. Thomas hält den Mann für verrückt und verläßt den Laden. Tage später betritt Thomas erneut den Laden und ist nun bereit 2 Jahre seines Studentenlebens für den Horch abzugeben.

Doch mit dem Abschluss dieses Vertrages beginnt für Thomas ein neues Leben, denn als er nach Hause kommt ist alles anders. Seine Wohnung sieht noch aus wie vor einigen Jahren und seine Frau Alice scheint es nicht zu geben. Auch sein Freund Lukas kennt keine Frau mit diesem Namen.Worauf hat Thomas sich da nur eingelassen und kann er alles wieder rückgängig machen?

Diese Geschichte von B. G. List ist sehr interessant und spannend erzählt. Der Autor versucht zu erklären was geschehen könnte, wenn man Erinnerungen eintauscht bzw. komplett abgibt. Er vermutet, dass man in eine Parallelwelt katapultiert wird, in der es die gleichen Personen wieder gibt, sich aber durch die Veränderungen in der Erinnerung andere Konstellationen, Bündnisse oder Freundschaften ergeben. So hat es unserer Hauptprotagonist nicht immer leicht sich in seinem neuen Umfeld zurechtzufinden. Er hat zwar alle Erinnerungen aus seinem alten Leben (außer die vertraglich abgegebenen 2 Jahre), aber die aktuellen Erinnerungen hat er leider nicht. Es ist fast so als leide er an Amnesie. Jedenfalls scheint das so für seine Freunde, da er sich an seine jüngste Vergangenheit in dieser Parallelwelt nicht erinnern kann.

Wie gesagt die Geschichte ist wirklich sehr spannend und auch vielschichtig. Ich denke man sollte das Buch einmal gelesen haben, um genau zu verstehen, was ich gerade erklären wollte. Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen und das offene Ende lässt den Leser ein bisschen Freiraum für seine eigenen Gedanken zu diesem Thema. Somit kann die Geschichte für jeden Leser unterschiedlich fortgesetzt werden. Für die unterhaltsamen Lesestunden vergebe ich 8 von 10 Punkte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude 

Montag, 16. Dezember 2013

Die Liebe der Sternentochter von Anna Valenti

Eine Frau geht ihren Weg

Caroline, die junge Tochter des Straßenmeisters Caspari, kommt nach einer turbulenten Zeit aus Cassel wieder zurück nach Fuchshagen. Aber ihre Eltern nehmen sie nicht mehr auf. Sie sind enttäuscht von ihrer Tochter und verstoßen sie. Caroline trägt von ihrer großen Liebe Georg ein Kind unter dem Herzen. Unterdessen nimmt ihre Großmutter Sophie sie bei sich auf und gibt der jungen Caroline Hoffnung, die sie so dringend nötig hat. Denn leider ist Georg nicht wie versprochen von der Truppenübung zurückgekehrt. Hat ihr Geliebter sie verlassen, als er erfahren hat, dass er bald Vater wird? Caroline weiß nicht weiter und wartet sehnsüchtig auf Nachricht von Georg.

Dieser Roman ist die Fortsetzung des Romans die Sternentochter. Wir begleiten Caraoline weiter in ihrem Leben, dass sich so unerwartet verändert und nicht berechenbar entwickelt. Wir erleben wie herzlos ihre Mutter ist und wie sie von ihrer Familie verstoßen wird, weil sie sich nicht an die herrschenden gesellschaftlichen Gegebenheiten und Normen hält bzw. halten kann. Sie wird verstoßen und enterbt, denn es ist Ende des 19. Jahrhunderts eine Schande ein uneheliches Kind zu erwarten. Caroline kämpft für sich und für ihre Tochter. Aber kann sie diesen Kampf ohne fremde Hilfe gewinnen?

Anna Valenti erzählt eine Geschichte, die auf einer wahrer Begebenheit beruht. Die Geschichte von Caroline ist kein Einzelfall. Auch andere junge Frauen hatten mit der Repressalien und Moralvorstellungen ihrer Zeit zu kämpfen und sich ihnen zu beugen. Einige haben gekämpft, sind ihre eigenen Wege gegangen und haben somit das Bild der heutigen modernen Frau mitgestaltet und den Weg für unsere heutigen Möglichkeiten und Rechte erkämpft. Andere Frauen sind diesen Moralvorstellungen zum Opfer gefallen. Anna Valenti zeichnet mit ihrer Erzählweise ein interessantes und eingehendes Bild der damaligen Zeit. Sie führt uns zurück in die Vergangenheit und schafft es uns die auswegslose Situation von Caroline so zu vermitteln, dass man sich auch sehr hilflos und verlassen fühlt.

Mit Spannung erwarte ich die Veröffentlichung des 3. Teils, um der Geschichte von Caroline weiter zu folgen. Dieser historische Roman erhält von mir 8 von 10 Punkte.

Reihenfolge der bisher erschienenen Teile:
1. Sternentochter
2. Die Liebe der Sternentochter

Hier kommt man auch zum Trailer des Buches.

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© claude 

Sonntag, 15. Dezember 2013

Mr. Hunderttausend Volt von Edna Schuchardt

Wenn Zwei sich streiten freut sich der Leser

Jessica macht eines Abend auf einer Studentenparty die Bekanntschaft mit J. J. Carpenter, dem Vater ihres besten Freundes Daniel. Aber die Begegnung der Beiden ist eher unerfreulich. Schnell muss Jessica feststellen, dass es stimmt, was sie bisher über diesem Mann gehört hat. Er ist unberechenbar und cholerisch. So hat Jessica nach der Begegnung eine dicke Beule am Kopf und einen Schaden an ihrem Auto. Aus diesem Grund macht sie sich auch bereits am nächsten Tag auf den Weg zu diesem unverschämten Mr. Carpenter, um das Geld für eine Reparatur zu fordern. Aber so einfach ist der Weg zu J.J. Carpenter nicht. Der herrschsüchtige Firmenboss lässt sie erst einige Zeit warten und dann verweist er sie an seine Anwälte. Aber Jessica gibt nicht so schnell auf und schließlich demonstriert sie spontan vor dem Firmengelände. Natürlich zieht sie somit schnell wieder die Aufmerksamkeit von Daniels Vater auf sich.

Dieses Buch der Autorin Edna Schuchardt ist ein toller und sehr unterhaltsamer Liebesroman. Die Interaktion und der Schlagabtausch zwischen Jessica und Mr. Carpenter hat mir besonders gut gefallen. Es knisterte von Anfang an zwischen ihnen, aber nicht wie in vielen der anderen Liebesromane üblich, ergreift in diesem Buch nicht der Mann die Initiative, sondern die Frau macht den entscheidenen Schritt. Diese Mischung aus Schreit, Provokation, Kampf und Erotik finde ich persönlich sehr ansprechend und anregend. Gerne hätte Mr. Carpenter noch ein bisschen mehr gereizt werden dürfen, bevor es zum ersten Körperkontakt gekommen wäre. Aber auch so ist dieses Buch wirklich sehr schön zu lesen und verspricht einige schöne Lesestunden.

Ich denke Fans der Autorinnen Susan Andersen und Linda Howard werden auch an diesem Buch ihre Freude haben. Für diesen ansprechenden und turbulenten Liebesroman vergebe ich 9 von 10 Punkte.

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© claude


Samstag, 14. Dezember 2013

Im Dschungel der Gefühle von Luke Petersen

Verschollen im Dschungel von Vietman

Cara ist Mitte 30, zusammen mit Ihrem Freund Mike lebt sie in München in ihrem Traum-Loft. Mike ist witzig, charmant, gutaussehend und ein wahnsinnig guter Liebhaber, aber leider nicht wirklich erfolgreich. Er ist Schriftsteller, hat aber noch kein Buch beendet und somit auch noch nichts veröffentlicht. Cara finanziert ihr gemeinsames Leben, denn sie ist eine sehr erfolgreiche Reisemagazin-Redakteurin.

Aufgrund ihrer Arbeit hat Cara die Möglichkeit für einige Wochen nach Vietman zu reisen. Sie soll hier für einen interessanten Artikel vor Ort recherchieren. Mike, der sie schon öfter auf solch Recherche-Reisen begleitet hat, ist diesmal nicht mit von der Partie. Cara will die Reise nutzen, um sich über ihre Beziehung mit Mike Gedanken zu machen und für sich zu klären, ob ihre Beziehung eine gemeinsame Zukunft haben kann. Doch in Vietman läuft leider nicht alles wie geplant und Cara findet sich schnell in einem ungewollten Abenteuer wieder. Gelingt es Mike Cara zu finden und hat ihre Liebe noch eine Chance?

Dieses Buch von Luke Petersen ist ein spannender und auch sehr unterhaltsamer Frauenroman. Aber es ist auch ein bisschen mehr. Der Autor geht in seinem Buch zusätzlich auf die Geschichte von Vietman und die heutigen Zustände dort ein. So erfährt der Leser bei der Lektüre diese Buches auch einiges über geschichtliche Ereignisse und die Lebensweise der vietnamesischen Bevölkerung. Natürlich geht es aber vorrangig um die Geschichte von Cara und Mike. Die beiden Hauptprotagonisten waren mir gleich sympathisch, aber anfangs hat mir der Ehrgeiz von Mike ein bisschen gefehlt. Das ändert sich aber im Laufe des Buches stark und Mike kämpft für seine Ziele und natürlich für seine Liebe zu Cara. Zusätzlich kann ich sagen, dass der Erzählstil des Autors sehr ansprechend und auch angenehm zu lesen ist.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ein schöner Frauenroman mit Zusatzinformationen zur  vietnamesischen Geschichte. Somit erhält dieser Roman von mir 8 von 10 Punkte und eine Leseempfehlung.

Hier kommt man direkt zum Verlag und zum Buch

© claude

Freitag, 13. Dezember 2013

Interview mit Nadine d'Arachart und Sarah Wedler

Auch mit Nadine und Sarah habe ich eine nette Leserunde auf Buchgesichter zum Buch Nebelflut miterlebt. Bereits hier standen sie den Leserinnen Rede und Antwort und nahmen Anregungen entgegen. Auch mit ihnen habe ich bereits im Spätsommer dieses Interwiev geführt. Die Beiden waren sofort Feuer und Flamme und haben meine Fragen sehr schnell beantwortet.

Leider wußten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wann genau der Nachfolger von Nebelflut erscheinen sollte, aber dass es einen Folgetitel geben soll, dass war schon zu diesem Zeitpunkt klar.

Ich bin sehr froh, dass die Beiden sich die Zeit genommen haben meine Fragen zu beantworten, denn sie sind auch noch mit weiteren Buchprojekten beschäftigt. Zu einem schreiben sie ein Fantasy-Buch für den Carlsen Verlag, dass im Frühjahr/ Sommer 2014 erscheinen wird. Weiterhin arbeiten sie  an dem Nachfolger von Die Muse des Mörders für den Labor Verlag, der voraussichtlich auch im Frühjahr 2014 erscheinen wird. Zusätzlich überarbeiteten sie einen dritten Krimi/Thriller, der im Ruhrgebiet spielt.


Hier findet ihr das Interview mit Nadine und Sarah:

1. War es schon immer euer Traum einmal als Schriftstellerinnen tätig zu sein? Was waren eure ersten Schritte auf dem Weg zur Schriftstellerei? Wie seid ihr auf die Idee gekommen Bücher zu schreiben? Habt ihr vielleicht ein literarisches Vorbild?

Wir haben schon mit 12 Jahren angefangen zusammen zu schreiben. Unser erstes "Buch" war ein handgeschriebener Text, eine Fortsetzung von Wolfgang Hohlbeins "Drachenfeuer". Danach haben wir angefangen Drehbücher zu schreiben und diese in Eigenregie mit Schauspielstudenten verfilmt. Da wir für unsere Drehbuchideen immer sehr positive Rückmeldungen bekommen haben, haben wir dann an einem Drehbuchwettbewerb teilgenommen und für unser Exposee direkt den dritten Preis bekommen. Das hat uns natürlich motiviert und es folgte ein weiterer Drehbuchpreis. Zu diesem Zeitpunkt haben wir unsere Schreibleidenschaft so richtig entdeckt und uns auch auf Kurzgeschichten spezialisiert und unseren ersten Roman "Abgründe" geschrieben. Damals haben wir das Buch eigentlich "nur so für uns geschrieben", einfach um herauszufinden, ob wir auch längere Texte schreiben können. Bei einem Wettbewerb für Kurzgeschichten kam dann aber der Chef vom Labor Verlag auf uns zu und hat uns gefragt, ob wir nicht mal einen Krimi für den Verlag schreiben wollen. Natürlich haben wir sofort ja gesagt, daraus entstand dann das E.T.A.-Hoffmann-Remake "Die Muse des Mörders". Kurz darauf folgte die Anfrage eines E-Book-Verlages nach einem Roman. Und da wir "Abgründe" noch hatten, haben wir dieses Manuskript erstmal grunderneuert. So erschien dann nur wenige Monate nach der "Muse" unser E-Book-Thriller "Abgründe". In diesem Jahr sind dann der Thriller "Nebelflut" und die Kurzgeschichtensammlung "Linie 14, letzte Reihe, ich" (Achtung: Keine Kurzgeschichten für schwache Nerven ;-)) erschienen. Wir hatten also schon früh den Traum von der Schriftstellerei und verfolgen ihn bis heute weiter. Unsere Vorbilder sind mitgewachsen: Früher war es Wolfgang Hohlbein, dann kamen Stephen King und Dean Koontz.

2. Sind eure Autorenname ein Pseudonym oder habt ihr jemals daran gedacht euch ein Pseudonym für eure Leidenschaft Schreiben zuzulegen?

Es handelt sich um unsere echten Namen. Wir haben zwischenzeitlich überlegt, welche Vorteile ein Pseudonym haben könnte, haben die Idee aber schnell wieder verworfen.

3. Wie sieht euer Alltag als Schriftstellerinnen aus? Habt ihr ein bestimmtes Ritual bevor ihr mit einem neuen Buch beginnt? Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch mal über eine Figur nicht einig seid un wer hat schlussendlich das letzte Wort?

Unser Alltag besteht eigentlich nur aus Schreiben. So blöd das klingt, aber zur Zeit arbeiten wir an drei Büchern (wir plotten, überarbeiten, schreiben und haben im Moment auch ein Manuskript bei Probelesern liegen), da ist für andere Dinge kaum Zeit. Ein bestimmtes Ritual haben wir in dem Sinne, dass am Anfang jeder Geschichte erstmal das Aufstellen der Handlung steht. Wir besprechen unsere Idee zusammen und formulieren die Handlung vorab aus, sodass wir später auch unabhängig voneinander schreiben können, ohne den Faden zu verlieren, dazu zählt auch das Ausarbeiten der Charaktere. Später teilen wir uns dann Kapitel auf, schreiben und überarbeiten die Texte der jeweils anderen. Manchmal teilen wir auch die Charaktere untereinander auf, was praktisch ist, weil es so nicht zu Meinungsverschiedenheiten kommt ;-) Aber auch wenn wir mal streiten, irgendwann werden wir uns immer einig.

4. Wo bekommt ihr die Ideen für eure Geschichten her? Wie wählt ihr die Namen für eure Figuren aus?

Die Ideen entstehen aus ganz unterschiedlichen Eindrücken. Mal aus Träumen, mal aus irgendwelchen Filmsequenzen oder Songs, mal aus den Eigenschaften irgendeines Menschen, dem wir begegnen oder einfach, wenn wir an einem bestimmten Ort sind, der uns inspiriert. Bei den Namen ist es meistens so, dass eine von uns eine Liste mit mehreren Namen erstellt, die ihr für den Charakter passend erscheinen und die andere dann den konkreten Namen wählt.

5. Hattet ihr auch schon einmal mit den Problem einer Schreibflaute zu kämpfen und wenn ja wie habt ihr dieses Problem gelöst?

Gott sie Dank nicht :-)

6. Welche drei Bücher werde ich in eurem  Bücherregal finden, die ich unbedingt auch lesen sollte?

"Das Versteck" von Dean Koontz, "Drachenfeuer" von Wolfgang Hohlbein, "Der siebte Tod" von Paul Cleave.

7. Schreibt ihr lieber Serien- oder Einzelbücher?

Einzelbücher, die sich dann zu Serien entwickeln, weil wir uns nicht von den Charakteren trennen können ;-)


8. Wie geht es Euch, wenn ihr ein Buch beendet habt? Seid ihr dann erleichtert oder vielleicht auch ein wenig traurig?

Nadine: Also, ich bin immer eher erleichtert und freue mich auf das nächste Projekt, damit ich meine neuen Ideen umsetzen kann.
Sarah: Bei mir ist es eher so, dass ich den Bösewichten (und natürlich auch den anderen Charakteren ;-)) nachtrauere.

9. Was würdet ihr jemanden raten, der auch Schriftsteller werden will?

Niemals aufgeben und an sich selber glauben, egal wie schwierig es auch wird.

Danke Nadine und Sarah für die Beantwortung meiner Fragen und viel Erfolg für eure weiteren Buchprojekte.

Hier findet ihr noch einmal meine Rezension zu Nebelflut.

© claude

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Amors Glücksfall von Johanna Wasser

Was, wenn ich in einem fremden Körper erwache?

Mark Hübner ist ein Macho und Inhaber von Munichlive, einem Single-Online-Portal. Eines Morgens wird er nach einer durchfeierten Nacht in einem fremden Bett wach. Schnell merkt er, dass er nicht mehr er selbst ist. Er ist gefangen im Körper von Lorenzo, seinem erfolgreichsten Angestellten. Leider ist dieser aber ansonsten eher kugelrund, sehr groß und dazu auch noch schwul, also das ganze Gegenteil von Mark. Doch damit nicht genug. Mark muss erkennen, dass er nur eine Chance hat in seinen Körper zurückzukehren. Er muss  innerhalb eines Monat 10 Paare zusammenbringen. Aber auch das Finanzamt rückt seinem nun verwaisten Unternehmen auf die Pelle. Mark muss schnell  Lösungen finden, damit sein Leben nicht komplett den Bach runtergeht.

Diese Geschichte von Johanna Wasser ist ein typischer Frauenroman, den man nicht zu ernst nehmen sollte. Mit einer leichten und angenehmen Schreibweise führt uns die Autorin in das Leben von Mark bzw. Lorenzo ein und lässt dabei das ein oder andere Herz höher schlagen. Dabei findet Mark sich in einer für ihn völlig ungewohnten Situation wieder. Kein Geld, keine Fitness und auch die engsten Freunde von Lorenz hat er erst einmal vergrault. Nun muss er einen Weg finden den Job von Lorenzo, nicht nur körperlich sondern auch mental auszufüllen.

Das Buch war sehr amüsant auch auch kurzweilig geschrieben. Mit viel Spass habe ich mitverfolgt wie Mark in das ein oder andere Fettnäpfchen tritt, sich aber schließlich in seine Rolle einfügt und einen passablen Lorenzo abgibt. Dieses Buch bekommt von mir 8 von 10 mögliche Punkte. Ein schönes Buch für zwischendurch.

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© claude

Dienstag, 10. Dezember 2013

Leo und das ganze Glück von Synne Lea

Die Freundschaft von Leo und Mei

Leo und Mei sind gute Freunde. Aber es ist nicht immer leicht Freunde zu sein, wenn der eine in der Dunkelheit und der andere im Licht lebt. Aber Mei passt auf Leo auf und schaut nach ihrem Freund. Immer wieder rettet sie ihn aus der Nacht, der Dunkelheit, denn sie ist der Morgen, das Licht. Mei schmiert Marmeladenbrote für Leo. Leo findet einen geheimen Ort für die Beiden und dort bauen sie ihr Baumhaus und lagern ihre Winteräpfel. Aber eines ist klar ihre Freundschaft muss stark sein, dann können sie alles schaffen.

Dieses Buch von Synne Lea ist nach Angaben des Verlags ein Kinderbuch. Aber bei der Lektüre des Buches habe ich mich immer wieder gefragt, ob Kinder die hier erzählte Geschichte auch wirklich schon greifen, verstehen bzw. richtig deuten können.

Die Autorin nutzt eine Erzählweise, in der Mei als Ich-Erzählerin von ihrer Welt, von Leo und von ihren Gefühlen zu Leo spricht. Aber sehr viel dieser Geschichte wird nicht wirklich aus- bzw. angesprochen. Einige Dinge stehen sozusagen zwischen den Zeilen und ich zweifle daran, dass ein Kind diese Geschichte zwischen den Zeilen erkennt bzw. festhalten kann. Zudem hat die Geschichte einen eher traurigen ja fast schon düsteren Unterton. Zwar schafft es Mei Leo immer wieder aus der Nacht zu befreien, aber das Unheil schwebt trotzdem immer wieder über ihm.

Bei diesem Buch handelt sich sich wirklich um eine ernste, tiefgreifende und auch etwas traurige Geschichte, die sehr schön poetisch geschrieben ist. Die Autorin lässt dem Leser Raum seine Gedanken allein zu entwickeln und sich mit der Thematik des Buches ausführlich auseinanderzusetzen. Mir hat der Stil der Autorin gut gefallen und ich vergebe für diese nachdenkliche Lektüre 8 von 10 Punkte, gebe aber zu bedenken Kinder mit diesen Buch und seiner Thematik nicht alleine zu lassen.

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© claude 



Sonntag, 8. Dezember 2013

Interview mit Micha Krämer

Über dieses Interview habe ich mich wirklich sehr gefreut, denn ich habe Micha Krämer bereits persönlich in Köln getroffen. Bei diesem Treffen konnte ich erleben, dass Micha nicht nur schreiben, sondern auch wunderbar erzählen kann. Es ist wirklich ein Genuss ihm zuzuhören, wenn er eine Geschichte weitergibt. Leider habe ich es bisher noch nicht die Gelegenheit auf eine seiner Lesungen zu gehen, aber ich werde das bestimmt noch einmal nachholen können. 

Zwei Bücher habe ich bisher von Micha gelesen und ich war immer begeistert. Es werden also bald weitere Reisen in Michas Geschichten folgen. Tod im Lokschuppen habe ich bereits zu Hause und dieses Buch wird bestimmt in den nächsten Wochen von mir gelesen.

Hier findet ihr nun mein Interview mit Micha. Viel Spass beim Lesen.

1. War es schon immer dein Traum einmal als Schriftsteller tätig zu sein?

Klares Nein! In der Schule war ich in Deutsch ein Fünferkandidat. Im Diktat immer ne sechs. Die Aufsätze gingen so eben. Vermutlich lag es daran, dass ich auf dieses Fach absolut keinen Bock hatte. Gelesen habe ich als Kind viel. Vielleicht war  es mein Glück, dass es damals nur drei Programme in der Glotze gab und die auch erst ab dem späten Nachmittag gesendet haben.

2. Was waren deine ersten Schritte auf dem Weg zur Schriftstellerei? Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen Bücher zu schreiben?

Vor einigen Jahren war ich mal schwer krank und habe fast drei Monate in einer Klinik liegen müssen. Damals habe ich vor lauter Langeweile und unter dem Einfluss der übelsten Schmerzmittel angefangen zu schreiben. Einfach nur mal so. Für mich. Erzählt habe ich niemandem davon. Als es mir wieder besser ging war die „Karriere“ als Schriftsteller auch schnell wieder vorbei und das Manuskript schlummerte friedlich auf der Festplatte meines Laptops.

Richtig angefangen hat es dann am 2. Weihnachtstag 2008. Meinem Junior war langweilig. Als Ausweg aus dieser Misere gab es wieder mal nur den Fernseher, der aber bereits von mir belegt war. Ich riet meinem Sohn er möge etwas lesen. Die Antwort: „Ich habe kein Buch!“

Ich sarkastisch: „Soll ich dir eins schreiben?“

Meine Frau laut lachend: „Das will ich sehen“

Am selben Abend waren die ersten zwei Kapitel von „Willi und das Grab des Drachentöters“ fertig, da haben sie dann nicht mehr gelacht. Das Buch erschien im August 2009 über „Books on Demand“ und wurde Regional tatsächlich ganz gut verkauft. Im November 2009 erschien der 2. Band. Irgendwann fiel mir wieder das Manuskript in den tiefen der Festplatte ein, das ich Jahre zuvor in der Klinik schrieb: „Keltenring“
 

3. Hast du vielleicht ein literarisches Vorbild?

Eigentlich nicht. Ich habe auch keine Lieblingsautoren. Natürlich gibt es welche deren Bücher ich gerne lese und andere die ich nicht so mag. Menschlich mag ich Klaus- Peter Wolf sehr von dem ich natürlich auch gerne lese.

4. Ist dein Autorenname ein Pseudonym oder hast du jemals daran gedacht dir ein Pseudonym für deine Leidenschaft Schreiben zuzulegen?
 

Eigentlich heiß ich ja Michael Krämer. Aber schon als Kind haben alle immer nur Micha zu mir gesagt. Ist das jetzt ein Pseudonym? Eher nicht. Bei Keltenring habe ich kurz überlegt ein Pseudonym zu benutzen, hab es dann aber zum Glück nicht gemacht.
 

5. Wie sieht dein Alltag als Schriftsteller aus? Hast du ein bestimmtes Ritual bevor du mit einem neuen Buch beginnst?

Nein! Ich kann auch überall schreiben. Zuhause auf dem Sofa, in der Küche in einem Cafe ...... Im Grunde überall.

6. Wo bekommst du die Ideen für deine Bücher her? Wie wählst du die Namen für deine Figuren aus?

Keine Ahnung! Die Ideen sind einfach da. Oft beim Autofahren oder beim Spazieren gehen. Die Idee für den Roman, an dem ich gerade schreibe kam mir zum Beispiel beim bezahlen an der Tankstellenkasse.

Ich muss es dann natürlich sofort aufschreiben, sonst ist es wieder weg.

Meist schreib ich dann erst mal nur den Klappentext für hinten auf das Buch.

Die Herkunft der Namen ist unterschiedlich. Mal  zusammengesetzt aus mehreren Namen aus dem Telefonbuch. Ein andermal leicht abgeänderte Namen aus dem Alltag.

7. Hast du auch schon einmal mit den Problem einer Schreibflaute zu kämpfen gehabt und wenn ja wie hast du dieses Problem gelöst?

Ja, aber anders wie man vermuten würde. Ideen hab ich nämlich eigentlich fast immer und viele. Die Schreibflaute äußert sich eher dadurch, dass ich nicht zum Schreiben komme, weil ich noch soviel anderes zu tun habe. Der Kopf ist voll und ich würde alles gerne zu Papier bringen, kann aber nicht weil andere Sachen in dem Moment wichtiger sind.
 

8. Welche drei Bücher werde ich in deinem Bücherregal finden, die ich unbedingt auch lesen sollte?

Krabat, Die Gebrüder Löwenherz und die gesamte Schreckensteinreihe

9. Schreibst du lieber Serien- oder Einzelbücher?

Schwere Frage. Beides hat was. Serien finde ich einfacher da man die Protagonisten nicht jedes Mal neu erfinden muss. Andererseits wird es mit einer Serie auch schnell mal eintönig. Derzeit schreibe ich parallel an meiner Krimiserie und an einem Einzelprojekt.

10.  Wie geht es dir, wenn du ein Buch beendet hast? Bist du dann erleichtert oder vielleicht auch ein wenig traurig?

Eher erleichtert.  Weil ich meist im Kopf schon beim nächsten Projekt bin und kaum erwarten kann damit zu beginnen.

11.  Was würdest du jemanden raten, der auch Schriftsteller werden will?

Ich glaube das kann man nicht planen. Wer Spaß am Schreiben hat, sollte es einfach versuchen. Ich befürchte allerdings man kann „schreiben“ nicht wirklich lernen oder gar erzwingen. Es ist wie Musik machen. Entweder man hat es oder man hat es nicht. Jeder Mensch kann irgendetwas besser als viele andere. Er muss halt nur für sich selbst rausfinden was das ist. Ich zum Beispiel kann weder malen noch bin ich sonderlich sportlich. Wichtig ist, dass man der ist, der man ist. Sich nicht verbiegt, oder sich einen Stil aufzwingen lässt. Schlimm finde ich es auch, wenn man Leuten versucht bei teuren Kursen einzureden, das sie Schreiben lernen können auch wenn die total talentfrei sind. Aber einen Versuch ist es immer wert. Wer möchte soll es ausprobieren und sich anschließend mehrere Meinungen von mehreren, ehrlichen Menschen holen. Und bloß nie bei Verlagen unterschreiben die zuerst einmal Geld von einem angehenden Schriftsteller haben wollen! Die wollen nämlich nicht dein Buch sondern nur dein „BESTES“  


Hier könnt ihr Micha auch mal live erleben. Seine Lesungen sind eine Mischung aus Literatur und Musik.



Von Micha Krämer sind bisher folgende Bücher erschienen:


Kinderbücher ab 9 Jahre:
  • Willi und das Grab des Drachentöters 
  • Willi und das verborgene Volk
  • Willi und Geheimniss der Ostseepiraten
  • Willi und das Rätsel von Loch Ness
Roman:
Krimis mit der Kommissarin Nina Moretti:
  • Tod im Lokschuppen 
  • Krähenblut
  • Tod im Elefantenklo
  • el toro
All-Age Jugendkrimi  
© claude

Samstag, 7. Dezember 2013

Unter dem Südseemond von Regina Gärtner

Das Leben in einer deutschen Kolonie zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Köln im Jahre 1899: die junge Alma Hinrichs wird gegen ihren Willen von ihrem Vater mit einem fremden Mann verheiratet. Alma hat keine andere Wahl und zusammen mit Hermann begibt sie sich in die Kolonie Deutsch-Samoa. Dort wird ihr Ehemann von seiner Firma der Deutschen Kolonialgesellschaft eingesetzt. Der zielstrebige Hermann will durch diesen Schritt seinen gesellschaftlichen Aufstieg erreichen und zusätzlich ist sein Pioniergeist geweckt. Ihr Weg führt sie über Australien schließlich nach Upola und in die Hafenstadt Apia. Hier werden Hermann und Alma ihren nächsten Jahre miteinander verbringen. Aber obwohl die Insel mit ihren wundervollen Ständen und den grünen Hügeln sehr idyllisch wirkt, ist Almas Leben nicht immer paradiesisch und eine Reihe von Hindernissen muss sie für ihr Lebensglück überwinden. Schließlich ist der Mann den sie wirklich liebt nicht an ihrer Seite und auch in ihrer Familie wird ein großes Geheimnis verborgen gehalten. Dies verfolgt sie auch bis ins entfernte Samoa ans andere Ende der Welt.

Dieser historische Roman ist wunderschön geschrieben. Der Erzählstil der Autorin Regina Gärtner ist sehr angenehm zu lesen und sofort ist man als Leser in die Geschichte und das Familienleben von Alma integriert. Die Charakteristika des strengen Vaters, der Tante Heidi und auch der Geschwister Käthe, Mathilde und Fritz wecken sowohl Abscheu, Ärger (für den Vater und Käthe), aber teilweise auch Sympathie und Empathie (für Tante Heidi, Mathilde und Fritz) beim Leser.

Von Alma als Hauptfigur dieser Geschichte war ich von Anfang an sehr zugetan und gerne habe ich ihren Weg nach Samoa verfolgt und gemeinsam mit ihr erlebt. Die Steine, die Regina Gärtner ihr als Autorin, immer wieder in den Weg gelegt hat, machten diese Geschichte sehr spannend und unterhaltsam. Alma hat kein leichtes Leben in Samoa. Schließlich spielt der Roman in der Zeit in der Männer noch bestimmten, was ihre Frauen zu tun haben. Auch Alma muss sich den Wünschen von Hermann fügen, aber sie versucht mit Hilfe ihrer Freundinnen Millie und Heather sich ihren eigenen Weg zu erobern.

Toll ist auch das Kartenmaterial, dass im Buch zur Verfügung gestellt wird. So hatte ich als Leser immer die Möglichkeit den Standort von Alma auf Samoa zu visualisieren. Zusätzlich ist das Cover sehr schön gestaltet. Es gibt dem Leser eine Vorstellung, wie es auf der Insel ausgesehen haben könnte.

Ein tolles Buch mit einer unterhaltsamen Geschichte, dass ich Fans von historischen Romanen nur empfehlen kann. Mir hat es so gut gefallen, dass ich gerne 10 Punkte, also meine höchste Bewertung vergebe.

© claude

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Interview mit Markus Walther

Im April diesen Jahres hatte ich die Gelegenheit im Bücherforum Buchgesichter an einer sehr lustigen, unterhaltsamen, aber auch sehr familiären Leserunde zum Buch Buchland von Markus Walther teilzunehmen. Alle Leserinnen waren total begeistert von der Geschichte, welche vorrangig in einem Antiquariat spielt. Stimmen wurden laut, dass man unbedingt eine Fortsetzung haben wollte. Natürlich verfolge ich regelmäßig Markus Aktivitäten und so weiß ich auch, dass bereits der 2. Teil geschrieben wird. Wunderbar.

Bereits im Spätsommer habe ich dann eine Anfrage an Markus gesendet, ob er nicht einer der ersten Autoren sein möchte, die auf meinem kleinen aber feinen Blog, einige Fragen für seine Leser beantworten möchte. Und was soll ich lange schwarfeln. Wer Markus kennt, der weiß er ist natürlich immer bereit Fragen zu beantworten und sich ihnen zu stellen.

Hier also nun mein kleines Interview mit Markus. Vergebt mir, wenn es ein wenig holprig sein sollte, aber es ist mein erstes Interview. Ich hoffe es gefällt euch.


1. War es schon immer dein Traum einmal als Schriftstellerin tätig zu sein? Was waren deine ersten Schritte auf dem Weg zur Schriftstellerei? Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen Bücher zu schreiben? Hast du vielleicht ein literarisches Vorbild?
 

Hui, das ist ja gleich ein Feuerwerk an Fragen!

Ein Traum ist das Schriftstellern für mich nicht. Es ist ein Hobby. - Es ist ein Hobby, in dem ich meine Kreativität ausleben kann. Dass es meine Geschichten nun auch im Buchhandel zu kaufen gibt, ändert nichts an der Tatsache, dass ich in erster Linie für mich schreibe. Ich würde auch ohne Publikum zu Stift und Papier greifen.

Meine ersten Schritte ... Sie gingen quer durch das Zimmer. Dann habe ich mich an den PC gesetzt und - Oh, falsch verstanden. Also wie ich angefangen habe: Als Schüler habe ich mir mal irgendwann ein Heft und den Füller geschnappt und einen Action-Roman geschrieben. Insgesamt waren es nachher 5 Hefte voll. Dann habe ich mir durchgelesen, was ich geschrieben habe. Ein fataler Fehler, denn die Hefte fanden sich rasch im Papierkorb wieder. Danach hatte ich noch zwei mal erfolglos versucht einen Roman zu schreiben. Mehr als die Einleitung ist es nie geworden. Deshalb habe ich mich lieber im Malen versucht. Pointillismus, Aquarell, Kalligraphie. Auch am Mischpult habe ich mich versucht und im Modellbau. Doch irgendwann kam ich zum Schreiben zurück, entdeckte die Kürzestgeschichte für mich und stellte überrascht fest, dass meine Shorties nicht für den Mülleimer produziert waren. Inzwischen sind vier Bücher voll mit Kurz- und Kürzestgeschichten veröffentlicht worden. Außerdem ist Anfang 2013 mein erster Roman "Buchland" erschienen.

Wie ich auf die Idee gekommen bin? Das war keine bewusste Entscheidung. Wenn eine Geschichte im Kopf rumspukt, dann will sie erzählt werden. So einfach ist das.

Ich eifere keinem Vorbild nach. Doch ich bewundere Terry Pratchett, Douglas Adams und Mark Twain. Sie verknüpfen Humor mit Philosophie auf geniale Art und Weise. Auch Stephen King muss ich benennen, da ich ihn in meiner Jugend oft und gerne gelesen habe.

2. Ist dein Autorenname ein Pseudonym oder hast du jemals daran gedacht dir ein Pseudonym für deine Leidenschaft Schreiben zuzulegen?

Es ist ein schönes Gefühl den eigenen Namen auf einem Buchcover zu sehen. Für ein Pseudonym bin ich viel zu eitel.

3. Wie sieht dein Alltag als Schriftsteller aus? Hast du ein bestimmtes Ritual bevor du mit einem neuen Buch beginnst?

Mein Alltag sieht so aus, dass ich nach dem Frühstück zur Arbeit gehe. Meinen Lebensunterhalt kann ich vom Schreiben nicht bestreiten. Nach dem Arbeiten bin ich ganz Familienmensch. Zwischendurch klaue ich mir mal hier und da eine Stunde zum Schreiben.

Ein Ritual vor einem neuen Buch? Da müsste ich mir mal eins ausdenken. Nackt über das Domplateau flitzen ... Na, lieber nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass Ideen, wenn sie erst mal da sind, keinen Aufschub dulden. Also Laptop an, Notizen schreiben oder gleich mit der ersten Szene beginnen.
 

4. Wo bekommst du die Ideen für deine Bücher her? Wie wählst du die Namen für deine Figuren aus?

Die Frage, die immer gestellt wird. Die Frage, die immer so schwer zu beantworten ist. Inspirationen finde ich so ziemlich überall: In Gesprächen, in Filmen, Reportagen usw.
Klischees faszinieren mich und ich verwende sie gerne. Ich mag es im Leser mit diesen Klischees Erwartungen zu schüren. Und ich liebe es, diese Klischees zu brechen und was neues daraus zu machen.

Die Namen meiner Protagonisten sind manchmal rein zufällig, oftmals sind sie jedoch auch Anspielungen, Wortspiele oder Ehrerbietungen an reale Persönlichkeiten. Meistens sind diese Anspielungen so gut versteckt, dass nur ich sie erkenne.

5. Hast du auch schon einmal mit den Problem einer Schreibflaute zu kämpfen gehabt und wenn ja wie hast du dieses Problem gelöst?

Schreibblockaden kenne ich. Aber ich muss mich ihnen nicht ergeben. Wenn mir an der Tastatur nichts mehr einfällt, greife ich wieder zu Stift und Pinsel.

6. Welche drei Bücher werde ich in deinem Bücherregal finden, die ich unbedingt auch lesen sollte?

Nur drei Bücher. Manno!  Also eine kleine Auswahl Pflichtlektüre: "Eine Insel" von Terry Pratchett, "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams und "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende.

7. Schreibst du lieber Serien- oder Einzelbücher?

Ich habe bislang nur Einzelbücher geschrieben. Manchmal gibt es aber mehr oder weniger gut versteckte Verknüpfungen zwischen den Stories.

8. Wie geht es dir, wenn du ein Buch beendet hast? Bist du dann erleichtert oder vielleicht auch ein wenig traurig?

Ich bin zufrieden. Ein tiefes -schwer in Worte zu fassendes- Gefühl der Zufriedenheit empfinde ich dann.

9. Was würdest du jemanden raten, der auch Schriftsteller werden will?

Suche dir ehrliche Kritiker.



Ich danke Markus für seine ausführlichen Antworten. Ich freue mich auf weitere Bücher, Leserunden und nette Gespräche mit Markus.

Hier kommt ihr noch einmal zu meinen Rezensionen von Buchland und EspressoProsa.

© claude

Montag, 2. Dezember 2013

Frau Berger wird unsichtbar von Kerstin Michelsen

Wie verschiedene Generationen einander helfen können

Der Student David begegnet im Hausflur der 90 jährigen Nachbarin Hannelore Berger und bietet seine Hilfe an. Schon in ihrer Wohnung ist David sich nicht mehr sicher, warum er überhaupt gefragt hat. Es will nur noch schnell wieder verschwinden, würde sein Angebot am liebsten rückgängig machen und sich nicht um die alte Dame kümmern.

Am Anfang dieser Geschichte scheint es als hätten die beiden nichts gemein und als hätten sie sich nichts zu sagen, aber dann kristallisiert sich immer mehr heraus, dass sie sich gegenseitig helfen können. Zusätzlich kommt David einem lang verschwiegenden Familiengeheimnisses auf die Spur.

Diese Geschichte zeigt uns, wie alte Menschen sich fühlen, wenn sie nicht mehr so schnell können, sich nicht mehr so gut erinnern können und auch von den anderen Menschen nicht mehr wahrgenommen werden. So geschieht es auch Frau Berger. Sie wird für die meisten Menschen unsichtbar. Ihre besten Freunde und Weggefährten sind schon lange tot oder befinden sich in Pflege. Sie ist einsam und allein, denn ihre einzige Tochter lebt in Kapstadt und kommt eher unregelmäßig vorbei. Es ist schön und ergreifend zu lesen, wie sich der Nachbar David Stück für Stück mit Frau Berger anfreundet und ihr hilfreich zu Seite steht, obwohl er selbst mit seiner Lebenssituation überfordert zu sein scheint. Aber schließlich bringt Hannelore Berger Ruhe, Gelassenheit und auch gesuchte Antworten in sein Leben.

Kerstin Michelsen schafft es in diesem Buch auf sehr schöne und unkomplizierte Art dem Leser Einblicke in das lange und turbulente Leben von Hannelore Berger zu gewähren. Sie zeigt die immer weiter anwachsende Verwirrung und Gebrechlichkeit des Alters, ohne kitschig oder ermahnend zu wirken. Mit gut platzierten und fast schon philosophischen Sätzen bringt sie den Leser zum Nachdenken: "Je älter sie wird, umso kürzer wird der Weg in die Vergangenheit" und "Schnell ist sie nur noch wenn sie fällt."

Mir hat diese Geschichte über David, Frau Berger und auch ihrer Tochter Rosemarie sehr gut gefallen. Volle Punktzahl für dieses ergreifende und auch nachdenklich machende Buch und ich gebe hier gerne auch eine Leseempfehlung, denn das interessante Leben von Hannelore Berger ist eine Reise in ihre Vergangenheit, aber auch in ihre Gegenwart wert.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe
© claude

Sonntag, 1. Dezember 2013

Sternentochter von Anna Valenti

Schicksalshafte Tage

Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts: Caroline, die Tochter des Strassenmeisters Caspari, ist 18 Jahre alt und ihre Mutter meint es ist Zeit, dass sie sich verloben sollte. Sie überzeugt den Vater, dass August der Sohn des Oberförsters, der richtige Mann für Caroline sein wird. Auch der Oberförster ist von dieser Verbindung begeistert und so wird alles forciert, damit Caroline und August die Gelegenheit haben sich besser kennenzulernen.

Doch Caroline hat ihr Herz an einen anderen Mann verloren und August findet sie zunehmend abstoßend. Sie schmiedet Pläne von denen ihre Eltern nichts wissen und als August um ihre Hand anhält gibt sie ihm einem Korb. Die Eltern sind ausser sich und schicken Caroline nach Cassel, damit sie dort lernt sich angemessen zu verhalten. Dies ist der Auftakt einer Familiensaga und der Geschichte einer starken Frau, die ihr Schicksal selbst bestimmen will.

Diese Geschichte, welche vom Leben der Caroline Caspari berichtet, hat mir sehr gut gefallen. Ihr Schicksal hat mich sehr gerührt. Ein junges Mädchen, welches einen Mann heiraten soll den sie nicht ausstehen kann, ja den sie geradezu verabscheut. Ein Schicksal, welches viele junge Frauen zu erleiden hatten. Aber Caroline hat sich gegen ihre Eltern gestellt und versucht ihre Liebe zu leben, auch wenn es bedeutet auf die Annehmlichkeiten ihres bisherigen Lebensstandards zu verzichten. Anna Valenti schafft es mit ihren Erzählstil den Leser in die damalige Welt von Caroline zu entführen und sich ganz in ihre Gefühlswelt einzufühlen.

Dies ist der 1. Teil der Familiensaga und wer sich für das weitere Schicksal von Caroline interessiert, der kommt nicht darum herum auch noch den 2. Teil Die Liebe der Sternentochter zu lesen, denn die Sternentochter endet mit einem ordentlichen Cliffhänger.

Ein wirklich sehr schönes Buch, das ich mit 9 von 10 Punkte bewerte. Ein Lesegenuss für jeden Fan von historischen Liebesromanen.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

Samstag, 30. November 2013

Kein Ort ohne dich von Nicholas Sparks

Eine wunderschöne Liebesgeschichte

Der 91 jährige Ira Levingston hat in den verschneiten Bergen einen schweren Autounfall und ist schwer verletzt. Leider kann er sich nicht alleine aus dem Auto befreien und so ist er im Auto eingesperrt und kann nur eines Tun nämlich warten. Seine Erinnerungen an seine verstorbene Frau Ruth halten ihm am Leben. Wird ihn jemand finden und kann er noch gerettet werden?

Gleichzeitig kämpfen Luke und Sophia, ein junges Paar, um ihre Liebe. Sie sind sehr unterschiedlich und eine gemeinsame Zukunft scheint aussichtslos. Aber vielleicht gibt es ja für beide Generationen noch Hoffnung.

Diese Geschichte von Nicholas Sparks hat es mal wieder geschafft mich zu Tränen zu rühren. Ich hatte es nicht vor, aber leider hat der Wasserfall auch diesmal wieder sehr früh eingesetzt. Ich liebe die Bücher von Herrn Sparks. Auch dieses war wieder sehr gefühlvoll, unterhaltsam, aber auch sehr romantisch. Der Autor versteht es wieder einmal mich an seine Geschichte und an der Gefühlswelt der hier beschriebenen Protagonisten teilhaben zu lassen und mich zu fesseln. So hatte ich gar keine Möglichkeit das Buch wegzulegen. Sofort musste ich wissen wie geht es weiter. Was passiert im Auto mit Ira, welche Erinnerungen hat Ira an Ruth und wie ist ihre Liebe entstanden und gewachsen, wie wird die Geschichte von Sophia und Luke weitergehen. All das hat mich in eine Lesetrance versetzt und ich hatte dieses wunderschöne gefühlvolle Buch viel zu schnell beendet und ausgelesen.

Für mich gibt es hier nur eine Bewertungsmöglichkeit. Volle Punktzahl, Favouritenstatus für Herrn Sparks und eine Leseempfehlung für Fans gefühlvoller und romantischer Liebesgeschichten. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Donnerstag, 28. November 2013

Einmal Himmelblau und zurück von Andrea Bielfeldt

Gibt es Liebe auf den ersten Blick?

Johanna, von ihren Freunden auch Jo genannt, ist Single. Sie ist aufgrund ihrer Vergangenheit etwas verunsichert und muss sich in ihrem Leben gerade wieder zurechtfinden. Zusätzlich hat sie ihren Hauptjob auch noch verloren. Also arbeitet sie etwas mehr in ihrem Nebenjob im Brauhaus. Hier hat sie auch einen sehr netten Kollegen und Freund an ihrer Seite, den schwulen Tom. Jo versucht also gerade wieder mit ihrem Leben klarzukommen und an die Liebe auf den ersten Blick glaubt sie auch nicht, bis sie an einen Adventstag genau diese erlebt. Sie ist beim Anblick des attraktiven John sofort Feuer und Flamme und verbringt den weiteren Abend sowie eine unvergessliche Nacht mit ihm. Wie wird die Geschichte von Jo und John weitergehen bzw. kann es für die beiden eine Zukunft geben?

Bei dieser Geschichte von Andrea Bielfeldt handelt es sich um eine kurze Geschichte von ca. 100 Seiten in der der Leser in die Gefühlswelt von Jo eintauchen kann. Der Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm und die Geschichte läßt sich flott und zügig lesen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und es macht Spass den Beiden bei ihrem Kennenlernen über die Schulter zu schauen.

Mich hat dieses Buch gut unterhalten und ich bewerte diese Geschichte mit 8 von 10 Punkten. Es würde mich wirklich sehr freuen noch mehr von der Autorin zu lesen. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Mittwoch, 27. November 2013

Der Junge, der Glück brachte von Nicholas Vega

Schöne gefühlvolle Geschichte

Lynette verliert durch einen Unfall ihre Mutter und plötzlich steht sie mit ihren Geschwistern und ihrem Vater alleine da. Ihre Welt bricht zusammen, den Verlust kann sie schwer verkraften. Ihr Vater hat nicht die Kraft sie aus ihrer Trauer zu befreien, hat er doch zuviel mit seinen eigenen Ängsten und Emotionen zu kämpfen. Eines Tages bekommt Lyn vom Spielothekbetreiber Herrn Odes ein Buch mit den Titel "Der Junge, der Glück brachte" ausgeliehen, dass sie solange behalten darf, solange sie es braucht. Erst weiß Lyn nicht was sie mit dem Buch machen soll, denn nach lesen steht ihr gerade nicht der Sinn. Aber dann beginnt sie zu lesen und begegnet Jeronimus. Einem ungewöhnlichen Jungen, der mithilfe von Kristalleiern Glück unter die Leute bringt. Doch schon bald erkennt Lyn, dass Jeronimus derjenige ist der ihre Hilfe. Wie wird ihre gemeinsame Geschichte enden?

Diese Geschichte von Nicholas Vega entführt den Leser nach Immerheim zu Jeronimus, der in einem Turm lebt und den Leuten Glück übergibt. Schnell kristallisiert sich heraus, dass das Glück von jedem unterschiedlich wahrgenommen, genutzt bzw. erkannt wird. Mit philosophischem Geschick bringt der Autor dem Leser seine Definition von Glück näher, die man für sich selbst auch übernehmen kann oder aber seine eigene Defintion finden kann. Mich hat die Sichtweise des Autors und seine Erklärung zum Thema Glück nachhaltig beeindruckt. "Glück ist wie Wasser in der Hand. Es zerrinnt, aber es bleibt immer ein bisschen für einen zurück."

Nachdenklich habe ich die Geschichte beendet, suchend bin ich zurückgeblieben, aber glücklich bin ich, dass ich diese Geschichte für mich entdeckt habe. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl und ich hoffe sie schenkt dem ein oder anderen auch ein bisschen Glück.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Dienstag, 26. November 2013

Schwindelanfälle von Ursula Schröder

Wie das Leben so spielt

Greta, Max und Judith, seine kleine Schwester, sind zusammen in der gleichen Straße aufgewachsen. Nach der Schule haben sich aber ihre Wege getrennt. Max und Judith wohnen momentan zusammen mit Ben, Judiths Freund, in einer WG. Max ist mittlerweile Assistenzarzt in der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses. Hier begegnen sich Max und Greta wieder. Bloß scheint Greta nicht Greta zu sein. Sie ist in der Klinik unter dem Namen ihrer Freundin Frederike erschienen und gibt sich als diese aus. Max erkennt seine ehemalige Kindheitsfreundin aber sofort und auch Greta erkennt sehr schnell hinter dem Arzt den einst pummeligen Freund Max wieder.

Wie soll sie ihm diese Situation bloß erklären. Max wundert sich natürlich wegen ihrer Maskerade im Krankenhaus, aber er verrät sie nicht sofort und spielt ihr Spiel mit. Fordert sie aber mit einem zugesteckten Zettel auf, sich am Abend bei ihm telefonisch zu melden. Max merkt sehr schnell, dass sein Herz nur noch für Greta schlägt. Sofort trennt er sich von seiner Freundin Katja und merkt leider nicht welche Kettenreaktion er mit seiner Handlung auslöst.

Diese Geschichte von Ursula Schröder ist ein wunderbarer und unterhaltsamer Roman für Frauen, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Besonders konnte ich mich mit der Persönlichkeit von Judith identifizieren, die mir im Lauf der Geschichte sehr ans Herz gewachsen ist. Der Erzählstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen, so dass ich geradezu durch die Geschichte geflogen bin. Es war mir ein Genuss die Geschichten der Freunde zu erleben und zu erkennen, wie zum Schluss die einzelnen Fäden zueinander gefunden haben.

Diese Geschichte ist ein typischer Frauenroman, der sehr unterhaltsam geschrieben ist. Für diese Erzählleistung gebe ich 9 von 10 Punkte und eine Leseempfehlung. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude


Montag, 25. November 2013

Das Buch der Fälscher von Charlie Lovett

Eine großartige Geschichte

Es ist kalt in Wales im Februar. Das muss auch Peter Byerly, Buchhändler und Antiquar, feststellen, als er sich hier nach dem tragischen Tod seiner Frau in einem kleinen Dorf vor der Welt versteckt. Als ihm durch einem Zufall ein Manuskript mit handschriftlichen Randbemerkungen von William Shakespeare in die Hände fällt, scheint einer seiner Träume wahr zu werden. Als begeisterter Bibliophiler ist er vollkommen hingerissen, aber ist dieses Buch auch wirklich echt oder handelt es sich um eine Fälschung. Auf der Suche nach der Wahrheit trifft er auf die lebenslustige Liz, die ihn ein wenig aus seinem Schneckenhaus herauslocken kann. Doch bald geschieht ein brutaler Mord und die Beiden müssen erkennen, dass die Suche nach der Wahrheit auch ein Spiel auf Leben und Tod ist.

Dieses Buch von Charlie Lovett ist einfach fantastisch. Ganz langsam tasten wir uns an die Geschichte von Peter heran. Der Autor erzählt uns die Geschichte abwechselnd auf 3 unterschiedlichen Zeitebenen. Einmal befinden wir uns in der Zeit nach dem Tod seiner Frau. Dann begleiten wir Peter während seines Studiums, wir tauchen ein in die Zeit von William Shakespeare.

Charlie Lovett schafft es in diesem Buch die drei Handlungstränge so nebeneinander zu erzählen, dass er Spannung aufbaut und die Handlungssträge schlussendlich eine komplette Übersicht über die Ereignisse gibt und der Leser gegenüber Peter sogar einen vermeintlichen Wissensvorsprung hat. Die Erzählweise von Charlie Lovett hat mich stark begeistert, mitgerissen und in die Welt von Peter entführt.

Diese Geschichte ist meiner Ansicht nach ein Muss für jeden Bibliophilen und ich vergebe natürlich 10 Punkte. Diese schöne und spannende Geschichte hat bei mir den Favouritenstatus erreicht. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude 


Sonntag, 24. November 2013

Die Wahrheit steht zwischen den Seiten von Annette Warsönke

Die etwas andere Ermittlerin

Als der Philosoph Janus Lilienstein stirbt, glaubt Athene nicht an einen natürlichen Tod. Sofort beginnt sie in diesem Fall zu ermitteln und holt sich hierbei die Hilfe von ihren Freund Merkur, der sie tatkräftig bei ihren Ermittlungen unterstützt. Schnell müssen die Beiden erkennen, dass Janus nicht der Einzige ist, der unter mysteriösen Umständen gestorben ist. Bei ihren Nachforschungen kommen immer mehr Einzelheiten zu Tage, die zusammen allmählich ein Gesamtbild entstehen lassen, dass aufzeigt, wer Schuld tragen könnte an dem Tod von Janus. Insgesamt gibt es einige philosophische Rätsel zu lösen, aber die Zeit drängt. Denn schon bald kommt es zu einem neuen Todesfall. Athenes detektivischer Spürsinn ist gefragt und dabei ist sie nur eine Schreibmaschine.

Dieser Krimi von Annette Warsönke ist mal eine Geschichte der etwas anderen Art. Hier ermittelt die Schreibmaschine des Toten mithilfe des Staubsaugers Merkur, da dieser im Haushalt des Professors einfach den besseren Bewegungsspielraum besitzt und sich etwas umhören kann. Die Autorin schafft es mit ihrem Erzählstil den alltäglichen Dingen, wie Föhn, Spiegel oder auch Briefkasten eine Stimme zu geben und allen Gegenständen Leben einzuhauchen. Die Persönlichkeiten der Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet und beschrieben.

Durch die Verwendung von kurzen Kapiteln schafft die Autorin Spannung und ermöglicht dem Leser Einblick in viele Lebensbereiche des Toten, die aber noch zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden müssen, um schließlich die Lösung zu erkennen.

Mir hat dieser etwas andere Krimi sehr gut gefallen und ich vergebe 9 von 10 Punkte. Vielleicht möchte ja auch jemand von Euch Athene und ihre Freunde einmal in Aktion kennenlernen. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Donnerstag, 21. November 2013

Schrei in Flammen von Jeanette Øbro und Ole Tornbjerg

Ein neuer Fall für Katrine Wraa

Mitten in Kopenhagen wird in einem abgebrannten Auto eine verkohlte Frauenleiche gefunden. Während den Ermittlungen in diesem Fall stellt sich bald heraus, dass die Frau noch am Leben war, als das Auto in Brand gesetzt wurde. Um den Täter zu finden, müssen die Ermittler die Identität des Opfers herausfinden. Aber der Name ist nicht das einzige, was Kommissar Jens Høgh und seiner Kollegin der Psychologin Katrine Wraa unbekannt ist. Es stellen sich noch weitere Fragen. Wer wollte den grausamen und öffentlichen Tod des Opfers und warum?

Bei diesem Buch des Autoren-Duos Øbro und Tornbjerg handelt es sich bereits um den 2. Fall der Psychologin Katrine Wraa. Während der Lektüre erfährt der Leser einiges über das Leben der beiden Hauptermittler Wraa und Høgh. Die Idee dem Opfer auch eine Stimme zu verleihen und einige Gedanken von ihr zu hören, hat der Geschichte insgesamt immer wieder zu interessanten Einblicken ihres Lebens und ihrer Gefühlswelt verholfen.

Die Geschichte ist mit ca. 650 Seiten wirklich sehr umfangreich und sie hat an einigen Stellen auch die ein oder andere Länge, aber ich finde es nicht wirklich schlimm, da durch die ausführliche Erzählung die Hauptprotagonisten an Tiefe gewonnen haben. Bei einer Planung weitere Teile zu schreiben, ist diese Vorgehensweise meiner Meinung nach sehr sinnvoll, um eine Fangemeinde für Wraa und Høgh aufzubauen.

Insgesamt hat mir die Arbeit bzw. die Zusammenarbeit der Ermittler Wraa und Høgh gut gefallen und ich bewerte diesen dänischen Krimi mit 8 von 10 Punkten. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

Teile der Reihe:

1. Schrei unter Wasser
2. Schrei in Flammen

© claude