Freitag, 30. August 2013

Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter von Susin Nielsen

Wenn zwei sich scheiden lassen, dann leiden die Kinder

Wie der Titel des Buches schon sagt, hat Violet einen besonderen Wunsch. Sie möchte, dass George Clooney ihre Mutter heiratet und ihr neuer Stiefvater wird. Schließlich hat ihre Mutter bereits einmal mit George zusammengearbeitet. Sie war am Set Haarstylistin und hat ihm die Haare natürlich perfekt gestylt. Violet beschließt einen Brief an George mit ihrer Bitte zu schreiben. Aber dieser Brief scheint Georg nicht persönlich zu erreichen und dann macht sich Violet auf den Weg nach Hollywood und besucht ihren Vater, der Regisseur ist, damit sie persönlich mit George Clooney sprechen kann. So schwer kann es doch nicht sein George am Set zu treffen.

Als ich das Cover des Buches zum erstem Mal sah und den Klappentext gelesen hatte, da bin ich davon ausgegangen hier ein Buch aus dem Bereich chick lit Literatur vor mir zu haben. Aber da habe ich mich doch komplett geirrt. Dieses Buch von Susin Nielsen ist mehr als nur eine lockere und leichte Lektüre. Die Geschichte ist tiefgründig und nicht nur amüsant.

In diesem Buch wird gezeigt mit welchem Problemen sich zurückgelassene Kinder nach einer Scheidung befassen müssen, wie sie versuchen in ihren Umfeld mit der Veränderung zurechtzukommen. Es ist nicht immer leicht den neuen Partner des Vaters oder der Mutter zu akzeptieren. Hier werden Pläne geschmiedet. Unter anderem werden neue potentielle Partner ausspioniert, bis zum Letzten und sehr effektiv ausgefragt und auch mal auf sehr einfallsreiche Weise ausgetrickst. In ihren Buch zeigt uns die Autorin, wie eine Jugendliche versucht die Balance zwischen ihren Eltern, den neuen Partnern und den neuen Geschwistern zu halten bzw. einfach emotinal zu überleben. Es ist ja bestimmt nicht immer leicht Erwachsen zu werden, aber es ist noch ein wenig schwieriger, wenn man das Gefühl hat zurückgelassen zu werden.

Alles in Allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das ernste Thema wurde von der Autorin auf sehr schöne, aber auch originelle, manchmal auch böse Weise behandelt. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich vergebe hier sehr gerne 9 von 10 Punkte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

Ein Fest im Sommer von Erica Bauermeister

Lebe dein Leben

Nach 18 Monaten hat es Kate geschafft. Sie hat den Brustkrebs besiegt und feiert mit ihren sechs besten Freundinnen an einen lauen Sommerabend eine Siegesparty. Die Stimmung ist ausgelassen, doch dann erzählt Kate von dem Geschenk ihrer Tochter Robin. Diese hat Kate einen Gutschein für eine Rafting-Tour im Grand Canyon im nächsten Jahr geschenkt. Kate fühlt sich ein wenig hilflos und weiß nicht, ob sie dieses Geschenk annehmen soll bzw. ob sie diese Tour auch schaffen wird. Ihre Freundinnen raten ihr zu diesem Abenteuer. Schließlich macht eine von ihnen den Vorschlag im nächsten Jahr sollten sie alle etwas unternehmen, was sie bisher nicht in Angriff genommen haben oder wozu ihnen bisher der Mut gefehlt hat. Kate ist einverstanden, aber nur unter einer Prämisse. Sie darf entscheiden welche Aufgabe die Freundinnen jeweils lösen müssen. Die Freundinnen stimmen zu und so beginnt ein neues Lebensjahr mit einigen Überraschungen und Wandlungen.

Diese Geschichte von Erica Bauermeister hat mir gut gefallen. Sie zeigt, dass jeder von uns Ängste und Träume hat, die es zu besiegen oder zu leben gilt. Die Aufgaben die Kate aussucht sind nicht unlösbar und oftmals auf den ersten Blick für den Leser auch recht simple, ja geradezu einfach. Schaut man sich aber die Lebenssituationen der Freundinnen genauer an und lernt diese besser kennen, erkennt der Leser, dass Kate sich über jede ihrer Freundinnen ernsthaft Gedanken gemacht hat. Schließlich hat sie diese in ihren Krankheitstagen gut genug kennengelernt.

Erica Bauermeister schafft es mit ihrer Erzählweise den Leser in die Welt der Freundinnen zu entführen. Jeder widmet sie ein Kapitel. Hier beschreibt sie kurz aber nicht zu knapp deren Lebenssituation und erzählt von der Aufgabe und deren Bewältigung. Diese Aufteilung hat perfekt zu der Geschichte gepasst und am Ende erfahren wir wie Kate zusammen mit ihrer Tochter ihre Rafting-Tour erlebt und überlebt. Ich hätte mir zum Abschluss vielleicht noch einmal ein Treffen aller Freundinnen gewünscht, aber auch so war die Geschichte sehr lesenswert.

Ich kann dieses Buch bedenkenlos weiterempfehlen und gebe 9 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Mittwoch, 28. August 2013

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Die beste Zeit ihres Lebens

Louise Clark wohnt in einem kleinen Ort und arbeitet seit 7 Jahren in einem kleinen Cafe. Mit dieser Arbeit ist sie glücklich. Doch eines Tages verliert sie ihren Job und muss sich eine neue Arbeit suchen. Sie hat nach der Schule keine Ausbildung gemacht und außer Tee kochen und Gäste zu unterhalten hat sie leider keine wirkliche Arbeitserfahrung vorzuweisen. Im Jobcenter muss sie feststellen, dass die Jobs für sie sehr spärlich gesät sind und sie fällt in ein tiefes Loch. Was soll sie in bzw. mit ihrem Leben machen?

Will Traynor hatte einen schweren Unfall und kann seit diesem Zeitpunkt nicht mehr für sich alleine sorgen. Er ist querschnittsgelähmt und auf die Hilfe anderer Personen angewiesen. Er weiß, dass er dieses Leben so nicht führen will, dieses neue Leben, dass so stark von seinem vorherigen aktiven und erfüllten Leben abweicht.

Lou und Will treffen aufeinander, als Wills Mutter Lou als Pflegehilfe einstellt. Hier beginnt die Geschichte von Lou und Will.

Ich habe das Buch von Jojo Moyes verschlungen. Es handelt sich hier um eine sehr emotionale und anrührende Geschichte, die zeigt wie die Freundschaft und auch die Gefühle der beiden Hauptpersonen sich verändern, wie sie wachsen. Lou macht in dieser Geschichte eine so positive Entwicklung durch. Sie schafft es sich mit Wills Hilfe weiterzuentwickeln und auch mal Wünsche zu äußern bzw. auch zu leben.

Mich hat die komplette Geschichte sehr berührt und schließlich auch zu Tränen gerührt. Ich habe die ganze Zeit überlegt, wie würde ich in so einen Fall reagieren? Was würde ich versuchen, um Will umzustimmen bzw. würde ich wirklich versuchen seine Meinung zu ändern? Ich bin immer noch ganz gefangen von dem Thema des Buches und werde auch noch einige Tage brauchen, um die Thematik zu verdauen.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich gebe hier gerne eine Leseempfehlung und natürlich 10 von 10 Punkte. Wer aber so nah am Wasser gebaut hat wie ich, den muss ich noch warnen. Ihr braucht definitiv Taschentücher beim Lesen dieses Buches.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe. 

© claude

Dienstag, 27. August 2013

Ein verhängnisvoller Winter von Daniela Frenken

Ein Winter am Niederrhein und der Tod geht um

Deutschland am Niederrhein der 2. Weltkrieg ist seit einiger Zeit beendet, aber seine Auswirkungen sind noch immer zu spüren. Einige der Kriegsrückkehrer sind an ihren Verletzungen bzw. ihren Gebrechen, die sie aus diesem Krieg davongetragen haben auch noch in den nachfolgenden Jahren gestorben. So auch der Mann von Margot. Nun ist sie ganz allein und hochschwanger. Zusätzlich muss sie sich noch um den Hof und ihren alten Schwiegervater kümmern. Sie ist mit ihrer Kraft am Ende und schreibt der Mutter, die in Essen wohnt einen Brief und bittet um Hilfe. Aber da die Städter sich mit Landwirtschaft nicht wirklich auskennen, kommen sie auf die Idee, Josefine zu ihrer Cousine als Unterstützung zu schicken, da sie in den Kriegsjahren auf einem Hof ausgeholfen und mitangepackt hat. Josefine ist wenig begeistert von diesem Vorschlag, aber sie fügt sich ihrer Familie und macht sich auf die Reise an den Niederrhein. Als Margot ins Krankenhaus kommt und der Schwiegervater schwer krank wird übernimmt Josefine die ganze Arbeit die am Hof anfällt. Der alte Mann scheint auf den Weg zur Besserung zu sein, doch dann findet Josefine ihn eines morgens Tod in seinem Bett.

Der Leser erfährt direkt, dass der alte griesgrämige Mann umgebracht wurde. Josefine hingegen denkt er ist an seiner Krankheit gestorben. Was der Leser nicht erfährt ist, bei wem es sich um den Mörder handelt und warum der alte Mann sterben musste?

Spätestens in diesem Moment hatte Daniela Frenken mich soweit gepackt, dass ich mit der Lektüre dieser Geschichte nicht aufhören konnte. Als einige Zeit später der Täter einen weiteren Mord begeht und auch hier kein Verdacht geschöpft wird, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Autorin schafft es auf einfache Weise, den Leser an ihre Geschichte zu fesseln und Spannung aufzubauen. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und machte es mir leicht der Geschichte schnell zu folgen. Auch hielt das Ende der Geschichte noch die eine oder andere Überraschung für mich bereit.  Ich vergebe für diese Geschichte 9 von 10 Punkte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

Liebe verlernt man nicht von Lilli Beck

Liebe kennt kein Alter

Paula ist frisch geschieden, als ihr Sohn zu seiner Verlobungsparty im Hause seines Vaters einlädt. Eigentlich will sie gerne zu dieser Feier gehen. Aber allein auf dieser Party auftauchen, dass will sie dann doch nicht. Ihre Freundin Biggy habt die Idee, dass sie doch mit einem gemieteten Mann zur Party kommen könnte. Erst ist Paula gegen diesen Vorschlag, als ihnen dann aber Biggis Bruder Karl über den Weg läuft, fragt Paula diesen, ob er sie zur Verlobung begleitet.

Alles läuft gut auf der Feier und die Freundinnen haben nun die Idee eine Agentur für Singles 50+ zu gründen, bei der man noch einmal den richtigen Partner finden kann. Schließlich ist Paula sonst auch eine gute Kupplerin und damit ihre Agentur auch ein voller Erfolg wird, begibt Paula sich auf Recherche und mietet sich einen Mann für eine Nacht.

Diese Buch von Lilli Beck ist hervorragend als Lektüre für zwischendurch geeignet. Es handelt sich hier um einen amüsanten und kurzweiligen Roman, den ich in 2 Tagen komplett durchgelesen habe. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.

Es handelt sich hier um einen typischen Frauenroman, der nicht nur für Frauen über 50 sehr unterhaltsam ist. An der ein oder anderen Stelle hat es Lilli Beck auch geschafft mich zum Schmunzeln zu bringen. Ich vergebe für diese Geschichte 7 von 10 Punkte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

Der Hexenschwur von Deana Zinßmeister

Ein wunderbarer historischer Roman

Der Dreißigjährige Krieg wütet schon einige Zeit in Deutschland und erreicht auch im Jahre 1635 endgültig die Saar. Johann will endlich wieder zurück in seine Heimat Thüringen und beschließt mit seiner Familie nach Eichsfeld zurückzukehren. Vor 17 Jahren musste er aus dieser Gegend fliehen, weil seine Frau als Hexe verleumdet und angezeigt wurde. Seine Frau, seine Tochter und seine Freunde sind von der Idee der Heimkehr nicht begeistert, aber Johann lässt sich von seinem Vorhaben nicht abbringen. Bisher hatte die Familie an der Saar nicht viel vom Krieg miterlebt. Nun müssen sie sich auf ihrer Reise mit den Gefahren und dem Schrecken des Krieges auseinandersetzen. Doch sie haben Glück im Unglück. Ein schwedischer Tross gewährt ihnen Unterschlupf und Schutz. Arne der Arzt in diesem Tross setzt sich besonders für die Belange der Familie ein und die siebzehnjährige Tochter Magdalena fühlt sich sehr bald zu ihm hingezogen. Doch sie darf ihren Gefühlen nicht nachgeben. Schließlich gehört Arne zu den Schweden und somit eigentlich zu ihren Feinden.

Diese Geschichte von Deana Zinßmeister ist der 3. Teil ihrer Hexentriologie. Leider habe ich bisher die ersten 2 Teile nicht gelesen, kann aber sagen, dass man diesen Teil trotz allem problemlos verstehen kann auch ohne die anderen beiden Teil gelesen zu haben. Die Autorin schafft es wunderbar den Leser mit ihrer Erzählweise anzulocken, abzuholen und auf ihre Reise an die Saar und schließlich auf den Weg nach Thüringen mitzunehmen.

Bereits im Prolog baut sie eine Spannung auf, die mich als Leser dazu verleitet hat die Geschichte sofort weiterzuverfolgen. Aufkommende Fragen mussten beantwortet werden und Deana Zinßmeister schafft es auf beeindruckende Weise mich den Leser in die Geschichte einzuführen und nicht mehr loszulassen. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und mich mitgerissen. Dabei habe ich gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin am Ende des Buches noch einmal aufgezeigt und erklärt hat, welche Fakten in ihren Buch auf wahre Begebenheiten beruhen und wo sie sich künstlerisch frei entfaltet hat. So hat der Leser noch einmal einen guten Überblick über historische Geschehnisse und kann gegebenfalls bei Interesse noch ein bisschen weiter recherchieren.

Ich bin so begeistert von diesem Buch, dass in jedem Fall noch weitere Geschichten der Autorin lesen werde. Ich möchte mich bei der Autorin für eine tolle Leserunde bedanken und hoffe, dass noch weitere Bücher aus ihrer Feder entspringen werden.

Ich kann diesem Buch nur 10 von 10 Punkte geben, denn es hatte alles was ich mir von einer tollen Geschichte wünsche und ich fühlte mich wirklich sehr gut unterhalten. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

Reihenfolge der Hexentriologie:
1. Das Hexenmal
2. Der Hexenturm
3. Der Hexenschwur

© claude

Montag, 19. August 2013

Der Tote am Lido von Christian Försch

Warum musste Meserat sterben

Der Journalist Kasper Lunau macht zusammen mit seiner Lebensgefährtin Silvia und deren Kindern Urlaub in Italien. Es sollte ein sorgenloser Badeurlaub werden, aber dann finden die Kinder am Strand eine verstümmelte Leiche. Augenblicklich ist es mit dem erholsamen Urlaub und der Ruhe vorbei. Denn bei Lunau taucht Joy, die Verlobte des Opfers auf und bittet ihn um Hilfe. Es kommt wie es kommen muss, Lunau wird in diesen Mordfall hineingezogen, obwohl er eigentlich nichts damit zu tun haben will. Bald darauf wird die Tochter von Silvia entführt und der Entführer fordert für die Freilassung der Kleinen die Herausgabe von Joy. Wird Lunau den Entführer finden und gelingt es ihn die Zusammenhänge in Mordfall rechtzeitig richtig zu deuten?

Mit diesen Worten beginnt dieses Buch " Kannst du denn ertragen, was du siehst? Und kannst du dich ertragen, wenn du wegsiehst?" Ich finde das sind unheimlich starke Worte, über die jeder einmal nachdenken sollte.

Dieser Krimi von Christian Försch hat es mir nicht immer leicht gemacht. Anfangs hatte ich einige Schwierigleiten mich in Italien und im Mordfall zurecht zufinden. Vielleicht wäre es in diesem Fall einfacher gewesen, den Vorgängerroman"Das dunkle Gesicht Italiens" zuerst zu lesen, um den Journalisten und seine Geschichte schon besser zu kennen. Aber sobald ich mich eingelesen hatte, war die Aufklärung des Falles und der gesamten Umstände doch recht spannend und unterhaltsam.

Für jeden der dieses Buch gerne lesen möchte, kann ich nur vorschlagen den ersten Teil der Ferrara-Reihe zuerst zu lesen, damit die Lesereise mit einem flüssigen Start beginnen kann. Ich kann so leider so nur eine etwas geringere Punktzahl vergeben. Von mir gibt es 7 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

Reihenfolge der Ferrera-Krimis:

1. Das dunkle Gesicht Italiens
2. Der Tote am Lido

© claude


Donnerstag, 15. August 2013

Im Krieg und in der Liebe von Astrid Mosler

In Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt

Vor Jahren ist der Franke Graf Maximillian von Meinberg nach Sachsen gekommen und hat eine Burg, die heutige Burg Meinberg, eingenommen. Alle Sachsen sollten zum Christentum dem wahren Glauben bekehrt werden. Der Franke hat hart durchgegriffen. Die ehemals heiligen Stätten und Altäre wurden vernichtet. Die Menschen, die sich nicht beugen wollten wurden getötet. 13 Jahre wurde im Auftrag von Maximillian, im Auftrag des Glaubens getötet.

Nun ist es auf Burg Meinberg dunkle Nacht. Ein Sturm zieht auf. Die Herrin der Burg Amaranthe ist auf dem Weg zu ihrem Mann dem Grafen Maximillian. Ihre Mutter, sie war eine Hüterin der alten Wege der Eckster, hat sie vor Jahren in das Wissen des alten Glaubens eingeweiht. Und nun ist es an der Zeit sich an ihren Unterdrückern zu rächen und ihrer Bestimmung zu folgen.

Bei dieser Kurzgeschichte handelt es sich um eine Gothic Novel. Sie Autorin Astrid Mosler schafft es mit einfachen Mitteln eine düstere und unheimliche Atmosphäre zu erzeugen. Die bedrückende Lage auf Burg Meinberg und den Umland ist regelrecht zu spüren und der Hass von Amaranthe ist stark wahrnehmbar.

Mir hat diese kurze Geschichte, die im Dryas Verlag erschienen ist, gut gefallen. Das Ende ist offen gestaltet und bietet die Möglickeit die Geschichte selbstständig weiterzuspinnen oder auf eine Fortsetzung durch die Autorin zu hoffen. Für die kurzweilige, düstere und unheimliche Unterhaltung gebe ich 8 von 10 Punkte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude


Macht von David G. L. Weiss

Spannender und lehrreicher Thriller

Josephine Mahler ist Doktor für Ethnologie und arbeitet an der Universität in Frankfurt. Aufgrund ihres umfassenden Wissens über Anthropologie nimmt ihr Freund Gabriel Kontakt zu ihr auf. Er hat auf dem Friedhof seiner Pfarrerei einen Totenkopfring auf dem Grab von Otto Weininger gefunden und hat einige Fragen dazu. Josephine hat auf die Schnelle keine Antwort auf diese Frage parat und aufgrund ihrer Sprechstunde sowie einem unerfreulichen Gespräch mit einer Studentin vergisst sie auch die Anfrage von Gabriel ganz schnell wieder.

Circa 3 Monate später bekommt Josephine einen Anruf, der alles auf den Kopf stellen soll. Gabriel hat allen Anschein nach Selbstmord begangen. Zur Beerdigung fährt sie zurück nach Österreich in ihre alte Heimat.  Hier trifft sie auch auf ihre anderen Freunde und Schulkameraden wieder. Sie alle glauben nicht an die Theorie des Selbstmordes. Josephine und ihr Jugendfreund Gernot machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stoßen sie auf weitere Tote, den Totenkopfring und einem uralten Manuskript und einem Gegenspieler, der unberechenbar ist. Viele Fragen werden aufgeworfen und müssen beantwortet werden. Wen können die beiden noch vertrauen? Denn eines ist sicher, dass morden wird nicht enden, wenn sie ihren Gegenspieler nicht endgültig aufhalten.

Dieser Thriller von David G. L. Weiss beginnt bereits mit einem sehr spannenden Prolog, der mich als Leser sofort mitgerissen und zum Weiterlesen bewogen hat. Der Autor schafft mit seiner Erzählweise sofort eine unheimliche und faszinierende Atmosphäre, die es nicht zulässt das Szenario einfach wieder zu verlassen. Man fragt sich als Leser automatisch, was geschieht im Untergrund hinter den verborgenen Türen der neuen Reichskanzlei. Rätsel wollen gelöst, Geheimnisse entschlüsselt werden. Der Autor schafft es zusätzlich Misstrauen zu säen. So stellt man sich als Leser sehr schnell die Fragen: Wer ist in dieser Geschichte einer der Guten, wer ist ein Freund, wer ist ein Feind und wie hängen die Morde und die bisherigen Ereignisse zusammen?

Bei der Aufklärung und der Weiterführung der Geschichte lernt der Leser viel, vielleicht auch einwenig zu viel. An einigen Textstellen habe ich bemerkt, dass ich nicht mehr in der Lage war das Wissen und die Erklärungen aufzunehmen. Aber Alles in Allem war dieser Thriller sehr unterhaltsam, spannend und auch nervenaufreibend.

Schlussendlich gibt der Autor dem Leser mit dem Abschluss des Buches noch die Gelegenheit sich selbst ein paar Gedanken zu machen und nicht immer alles mundgerecht vorgesetzt zu bekommen. Zusätzlich lässt das Ende des Buches auf eine Fortsetzung hoffen.

Ich möchte mich beim Autor für die sehr nette gemeinsame und aufschlussreiche Leserunde bedanken. Dieser Thriller bekommt von mir 8 von 10 Punkte und ich kann ihm jedem Thrillerfan nur weiterempfehlen. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude



Dienstag, 13. August 2013

Glücksstern mit Schwips von Martina Gercke

Ein Schwips mit Folgen

Sara, 29 Jahre ist im Großen und Ganzen glücklich mit ihrem Leben. Sie hat zwar keine Modelmaße, aber sie hat einen Freund. Florian ist Anwalt. Er ist beruflich sehr erfolgreich und er ist auch ein sehr ordentlicher und verantwortungsbewußter Mann. Leider ist Florian beim Thema Heirat und Kinder sehr zurückhaltend und ausweichend. Auch ich liebe dich hat er noch nie zu Sara gesagt. Aber Sara gibt die Hoffnung nicht auf, denn sie liebt Florian sehr.

Sara hat einen Job in der Werbeagentur Rausch als Grafikdesignerin. Ohne ihre Chefin Susanne wäre dies auch ein Traumjob. Aber leider kann Susanne Sara nicht leiden und boykottiert systematisch ihre Arbeit. Da hilft nur eines. Einfach mal entspannen und den Alltag hinter sich lassen. Mit ihren Freundinnen geht Sara in Hamburg auf nächtliche Erkundungstour. Hier feiert und trinkt sie ausgiebig, was nicht ohne Konzequenzen bleibt.

Am nächsten Morgen befindet sich ein fremder, aber gutaussehender Mann in ihrer Wohung. Leider kann sie sich an gar nichts mehr erinnern und dieser Jim will auch nicht wieder gehen. Was soll Sara jetzt bloss machen, denn Florian ist schon auf dem Weg zu ihr?

Dieses Buch ist eine unterhaltsame, amüsante und kurzweilige Lektüre von Martina Gercke, geeignet für den Strand, das Freibad oder auch einfach für zu Hause. Die Geschichte von Sara hat mir gut gefallen. Problemlos konnte ich mich in die Lebenssituation von Sara einfühlen. Wer hatte nicht schon selbst einmal ein Problem mit dem Gewicht, dem Freund oder mit der Chefin. Fast jeder wünscht sich einen Typen wie Jim, der gut aussieht, nett ist und uns alle Wünsche erfüllt. Der Schreibstil ist sehr angenehm, so dass ich das Buch direkt in einen durchgelesen habe.

Gerne empfehle ich dieses Buch als leichte Sommerlektüre weiter und gebe 8 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Montag, 12. August 2013

Auserwählt von Silke Nowak

Eine unheimliche Botschaft

Die 2 Kriminalermittlerinnen Clara Schwarzenberg und Margot Kranich werden in Berlin an einen Tatort gerufen. Die Musiklehrerin Helga Kramer, wohnhaft in Leipzig, wurde von einem Jogger tot im Park aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass sie seit einigen Wochen rote Zettel in ihren Büchern mit der Aufschrift "Ich bin auserwählt" gefunden hat. Schließlich hat sie diese Nachricht auch an ihrem Todestag auf ihren Laptop gefunden.

Die 2 Kriminalbeamtinnen machen sie auf die Suche nach einem Motiv und einen Täter. Als sie bereits denken sie haben den Täter gefasst, müssen die Ermittler feststellen, dass es sich hier nicht um einen einfachen Raubmord gehandelt hat. Es wird eine 2. Frau getötet und auch hier finden sie die ominöse Nachricht auf rotem Hintergrund. Werden die Kriminalbeamten den Täter rechtzeitig finden und dingfest machen, bevor noch ein weiterer Mord geschieht?

Bei diesem Thriller handelt es sich um ein Debüt der Autorin Silke Nowak. Die Geschichte ist in 3 Teile untergliedert und nimmt mit jedem Teil ein wenig mehr an Fahrt und Spannung auf. Die Geschichte ist insgesamt sehr interessant, unterhaltsam und schlussendlich auch noch mit einem überraschenden und offenen Ende ausgestattet. Es scheint hier somit noch eine Fortsetzung geplant zu sein.

Ich habe anfangs mit der Erzählweise einige Schwierigkeiten gehabt. Der rote Faden war zwar vorhanden, aber durch die wirklich vielen Zusatzinformationen von der Autorin ist es mir zu Beginn sehr schwer gefallen diesen auch zu folgen und ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Im Verlauf der Geschichte wurde es dann aber leichter den Handlungsverlauf besser zu folgen, aber es gab extrem viele offene Handlungsstränge, die meiner Meinung leider auch nicht komplett geklärt wurden.

Ich möchte mich bei Silke Nowak für die Möglichkeit bedanken dieses Buch mit ihr zusammen in einer Leserunde zu lesen. Leider muss ich aber gerade wegen dem etwas schleppenden Beginn der Geschichte einige Punkte in der Bewertung abziehen und gebe diesem Buch 7 von 10 Punkte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

Freitag, 9. August 2013

Sag zum Abschied leise Blödmann von Ulrike Herwig

Charlotte und Doro zwei ungleiche Schwestern?

Charlotte und ihre Tochter Miriam beschließen wegen dem schlechten Wetter auf Rügen ihren Urlaub vorzeitig abzubrechen. Gerne würde sie ihren Mann Phillip darüber informieren, doch dieser ist leider telefonisch nicht zu erreichen. Daheim machen sie dann eine Entdeckung auf die die beiden gerne verzichtet hätten. Sie erwischen Phillip in flagranti mit Miriams Klavierlehrerin.

3 Monate später findet Charlotte beim Auszug aus dem gemeinsamen Haus ihr altes Mobiltelefon wieder. Auf der Mailbox ist noch eine alte Nachricht gespeichert. Ein Anruf von ihrer Schwester Doro, die sie seit 11 Jahren nicht mehr gesehen hat. Diese ist damals untergetaucht und Charlotte möchte ihre Schwester nun endlich wiedersehen, aber wie soll sie sie finden? Plötzlich hat Charlotte eine Idee, sie nimmt Kontakt zu Doros letzten Freund Ben auf. Auf diesem Weg findet sie auch noch weitere ehemalige Freunde von Doro und kommt ihr so immer näher.

Die Autorin Ulrike Herwig hat mit dieser Geschichte eine unterhaltsame und lustige Geschichte geschrieben, die sich hervorragend als Sommerlektüre für den Strand, das Freibad oder den Balkon eignet. Der Erzählstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, so dass ich sofort in die Geschichte von Charlotte und Doro einsteigen und ihr problemlos folgen konnte. Zusätzlich hat die Lektüre dieses Romanes es geschafft mich zum Schmunzeln bzw. zum Lachen zu bringen.

Die Protagonistin Charlotte war mir sofort sympathisch. Ihre Wandlung in diesem Buch ist beeindruckend. Zu Beginn der Geschichte ist sie eine etwas ängstliche, ernste, farblose und frustrierte Lehrerin. Im Verlauf des Buches merkt sie aber, dass sie das Leben in vollen Zügen geniessen muss und dass es Spass macht auch mal wieder über den eigenen Tellerrand hervorzuschauen und etwas komplett Neues auszuprobieren und zu wagen.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich gebe hier gerne eine Leseempfehlung. Von mir bekommt das Buch 9 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude


Donnerstag, 8. August 2013

Erika Mustermann von Robert Löhr

Wie aus Friederike Wolff Erika Mustermann wurde

Friederike Wolff ist Mitglied bei den Grünen. Als ihre Fraktion bei den Landtagswahlen in Berlin 2011 Stimmen verliert und statt dessen die Piraten 15 Plätze im Landtag einnehmen dürfen ist sie entsetzt. Schnell hat sie einen von ihnen als ihren persönlichen Feind herausgepickt. Dieser Pirat ist ihr schon länger ein Dorn im Auge, hat er doch eine Idee von ihr geklaut, dazu ein Video auf youtube gepostet und dies auch noch mit durchschlagenen Erfolg.

Friederike hat nur noch ein Ziel. Sie will diesen Piraten vernichten. Sie dringt also in die Kommandozentrale der Partei vor, um hier belastendes Material zu suchen, zu finden und auch einzusetzen. Was wird Friederike finden und wie wird sie es nutzen?

Dieser politische Roman von Robert Löhr ist sehr amüsant, unterhaltsam und auch lehrreich. Bei dieser Lektüre sollte man sich Zeit nehmen, damit auch wirklich jede Anspielung und jeder Seitenhieb des Autor registriert und verarbeitet werden kann.

Robert Löhr hat einen sehr angenehmen Schreibstil und ich konnte der Geschichte gut folgen. Ich gebe aber zu bedenken, dass nicht jeder Leser mit der Verwendung von diversen postmodernen Begriffen zurecht kommen wird, es könnte sogar zu einigen Verständnisproblemen führen. Ich denke hier wären an der ein oder anderen Stelle durchaus noch einige Erklärungen durch den Autor notwendig bzw. hilfreich gewesen.

Wer sich für Politik interessiert oder einfach nur mal wissen will, wie es hinter den Kulissen im Landtag oder auf einem Parteitag so zugeht, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Es gibt einiges zum Lachen, einiges zum Nachdenken und auch einiges zum Lernen. Dieses Buch bekommt von mir 8 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude 

Dienstag, 6. August 2013

Winston Ein Kater in geheimer Mission von Frauke Scheunemann

Ein Kater in geheimer Mission

Winston hat ein tolles und herrliches Katzenleben. Er lebt zusammen mit einem Herrchen in einer geräumigen Wohnung und die Haushälterin Olga kocht ihm immer sehr leckere Gerichte, wie zum Beispiel Geflügelleber mit Petersilie. Denn ganzen Tag kann er gemütlich auf dem Sofa liegen und sein Katzendasein in vollen Zügen geniessen.

Doch dann wird alles anders. Olga hat sich verliebt und zieht zu ihrem neuen Freund Dieter. Sein Herrchen hat also eine neue Haushälterin eingestellt. Diese steht eines Nachts mit ihrer Tochter Kira vor der Tür und mit den ruhigen und beschaulichen Leben ist es augenblicklich vorbei. Kira und ihre Mutter Anna haben nämlich eine Menge Probleme in ihren Gepäck dabei und schon bald steckt Winstons mittendrin in einen kriminalistischen Abenteuer und zu guter letzt auch noch im Körper von einem 12 jährigen Mädchen. Wie kann Winston die Situation jetzt noch retten?

Frauke Scheunemann hat hier ein großartiges und sehr unterhaltsames Kinderbuch geschrieben. Allein die Gestaltung des Covers und die Zeichnungen zu Beginn eines jeden Kapitels machen dieses Buch allein schon optisch zu einem Genuss.

Zu Beginn der Geschichte ist Winston nur ein etwas verwöhnter Stubentiger, der sich in seinen vier Wänden am wohlsten fühlt. Trotzdem hatte ich bereit am Anfang der Geschichte einen sehr sympathischen Eindruck von Winston als Persönlichkeit. Obwohl er eigentlich keine Kinder in seiner Nähe haben möchte, freundet er sich dann doch schnell mit Kira an.

Mit viel Wärme und Humor erzählt die Autorin die Geschichte von Winston und Kira, von ihrer Freundschaft und ihrem Zusammenhalt. Dieses Buch ist zwar eigentlich ein Kinderbuch, aber ich finde auch die Erwachsenen können dieses Buch super lesen.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein Muss für alle Katzenfreunde und Katzenliebhaber. Innerhalb von einigen Stunden ist mir Winston so ans Herz gewachsen, dass ich mir unbedingt eine Fortsetzung wünsche.

Eine ganz klare Leseempfehlung und volle Punktzahl. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Wer morgens lacht von Mirjam Pressler

Versprochen ist Versprochen

Marie ist seit 7 Jahren spurlos verschwunden. Anne ihre Schwester leidet sehr unter dem Verschwinden von Marie, denn in ihren Gedanken ist Marie immer bei ihr und läßt Anne einfach nicht los. Erst jetzt nach so vielen Jahren versucht sich Anne ihrer Erinnerung und ihren Ängsten zu stellen und beginnt ihre und Marie Geschichte zu notieren. Aber wo soll Anne ihre gemeinsame Geschichte beginnen? Sie weiß es nicht. Sie weiß nur sie muss sie niederschreiben, damit Marie sie endlich in Ruhe lässt. Und so beginnt Anne mit ihren Notizen und nach und nach erinnert sie sich was damals geschah. Sie stößt auf Familiengeheimnisse, von denen sie nichts wusste, aber ist ihrer Erinnerung wirklich zu trauen?

Dieses Buch wurde als Jugendbuch deklariert. Nun habe ich es komplett gelesen und muss sagen, dass es meiner Meinung nach doch eher ein Buch für Erwachsende ist. Dieses Buch ist nichts für schwache Gemüter. Hier werden Themen angesprochen, die ich nicht jedem Jugendlichen und ihren empfindsamen Seelen zumuten möchte.

Mirjam Pressler hat eine sehr tiefsinnige, emotionsgeladene und feinfühlige Geschichte um das Geschwisterpaar Anne und Marie gestrickt. Sie versucht aufzuzeigen wie und warum es zu bestimmten Situationen und Reaktionen gekommen ist. Teilweise läßt sie den Leser extrem erstaunt und auch sprachlos mit einer Situation allein, regt dadurch aber sehr stark zum Nachdenken und zur Reflektion des eben gelesenen an. Die Autorin scheut sich also nicht davor extreme und auch sehr emotionsbeladene Themen anzusprechen.

Am Anfang fiel es mir sehr schwer dem Geschriebenen zu folgen, da die Autorin komplett auf dem Einsatz der wörtliche Rede verzichtet hat. Ich brauchte einige Zeit, um in die Geschichte reinzufinden. Als mir dies schließlich gelungen war, tauchte ich ein in die Gedanken und Erinnerungen von Anne. Machte mich mit ihr auf die Suche nach der Wahrheit und habe diese teilweise in den Worten, aber auch zwischen den Zeilen gefunden.

Nachdenklich wurde ich zurückgelassen und nachdenklich schrieb ich diese Rezension auf der Suche nach den richtigen Worten, um dieses Buch von Mirjam Pressler passend und umfassend zu beschreiben.

Wer vor schwierigen Themen nicht zurückschreckt und geneigt ist sich mit diesem Themen auch auseinander zusetzen, dem kann ich dieses Buch zum Lesen nur empfehlen. Ich gebe 9 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude


Montag, 5. August 2013

Ins Gras gebissen von Auerbach & Keller

Was ist los in Storchenwinkel

Im beschaulichen Storchenwinkel findet man die Leiche des Gerichtsvollziehers Bornwasser im Keller des Storchenkrugs. Sie Polizei wird gerufen und es ist nicht ganz klar, ob es sich um Mord oder einem tragischen Unfall handelt. Der Tote scheint beim "Genuss" von einigen Litern Bier ertrunken zu sein.

Pippa Bolle wird als Haushüterin von der Fabrikanten Christabel Gerstenknecht nach Storchenwinkel in die Altmark bestellt. Die fast Hundertjährige braucht für 2 Wochen eine Gesellschafterin und Pippa freut sich bereits auf das scheinbar leichtverdiente Geld. Aber dann soll alles Anders kommen. Die alte Dame ist noch sehr aktiv in ihrer Gartenzwergmanufaktur. Sehr schnell ist ihr detektivisches Talent gefragt und sie findet sich in mitten von Gartenzwergen, Storchbeobachtern, einem Spökenkieker, dem nächsten Toten und den zwei Kommissaren wieder.

Dieser Krimi aus der Feder des Autoren-Duos Auerbach und Keller ist mein erster Pippa Bolle Roman und ich habe direkt Lust bekommen, die bereits erschienenen 3 Vorgängerromane auch zu lesen. Pippa war mir sofort sympathisch und ich konnte mich in ihre Welt problemlos einfühlen. Mit diesem Buch schaffen es die Autorinnen  den Leser in die wunderschöne Altmark zu entführen und den Wunsch eines Besuches zu wecken. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und die Spannung wurde bis zum Schluss gehalten.

Dieses Buch ist wirklich gut gelungen und ich kann jedem Krimifan dieses Buch ohne Sorge als Lektüre empfehlen. Von mir gibt es 10 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

Weitere Bücher der Pippa Bolle Reihe sind:

1. Unter allen Beeten ist Ruh
2. Diner for one, Murder for two
3. Tote Fische beissen nicht
4. Ins Gras gebissen

© claude



Samstag, 3. August 2013

Schlecht aufgelegt von Sven Stricker

Das Leben als Call Center Agent ist kein Spaziergang

Paul arbeitet in einem Call Center in Berlin. Er hasst seinen Job, die unfreundlichen Kunden und seine Kollegen. Da bekommt er einen neuen Kollegen namens Kuli, der ziemlich anhänglich, zu freundlich und auch nervtötend ist. Diesen neuen Kollegen kann er auch nicht leiden.

Während der Einarbeitung im Call Center werden Kuli und Paul unfreiwillig Zeugen eines tätlichen Angriffs auf ihre Kundin Lisa Gerhardt. Tags darauf ist Lisa Gerhardt tot und Kuli findet in seinem Briefkasten ein Foto von ihr und einen berühmten Berliner Politiker in eindeutiger Pose.

Paul und Kuli wollen der Sache auf den Grund gehen und beschließen auf eigene Faust zu ermitteln. Schon bald müssen sie feststellen, dass dieser Fall eine Nummer zu groß für sie ist.

Dieses Buch von Sven Stricker basiert auf einer Idee des Hörspiels "Böses Ende" in der Kuli und Paul die Stimmen von Bjarne Mädel und Florian Lukas geliehen bekommen. Beim Lesen dieses Romans hatte ich auch immer diese beiden Stimmen in Ohr. Das hat einfach super gepasst und mir jede Menge Spass bereitet.

Der Autor hat genau die richtigen Worte gefunden, um die Situation im Call Center, die Suche nach dem Mörder und der Wahrheit sehr bildlich und lustig zu beschreiben. Auch die Figuren Paul und Kuli und ihre ganze Lebenssituation werden in nahezu perfekter, komischer aber auch tiefgründiger Art und Weise geschildert und wiedergegeben.

Alles in Allem ist dieses Buch ein lustiger, aber auch spannender und tiefgründiger Roman den ich nur empfehlen kann. Ich vergebe 10 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude 

Donnerstag, 1. August 2013

Ein Sommer am Chiemsee von Johanna Nellon

Sommerlektüre für den Strand

Hannah hat einen Blumenladen in Köln. Seit einigen Monatenhat sie leider die Miete nicht mehr gezahlt, unter anderem weil sie ihren Freund Jo finanziell unterstützt hat. Aus diesem Grund kündigt ihr der Vermieter den Mietvertrag für den Laden. Hannah ist ziemlich niedergeschlagen als sie sich auf dem Weg nach Hause macht. Dort wartet eine weitere Überraschung auf sie. Jo vergnügt sich mit einer anderen Frau, die auch noch ihre beste Freundin ist.

Hannah hat alles verloren. Ihren Job, ihre Freundin, ihren Freund und das Geld, welches sie Jo geliehen hatte. Sie braucht erst einmal ein bisschen Abstand und beschließt ihren Cousin am Chiemsee zu besuchen. Hier will sie sich erholen und etwas Ruhe finden. Doch ihr steht ein turbulenter Sommer am Chiemsee bevor.

Diese Geschichte der Autorin Johanna Nellon ist eine leichte, romantische und unterhaltsame Sommerlektüre für einen Tag auf dem Balkon oder einem Nachmittag im Schwimmbad. Sie macht Lust auf eine Reise zum Chiemsee und zur Fraueninsel. Der angenehme Schreibstil macht es dem Leser leicht der Geschichte gut zu folgen und diese auch sehr zügig zu lesen.

Wer Lust auf einen kurzweiligen Roman für zwischendurch hat, dem kann ich dieses Buch  bedenkenlos empfehlen. Ich gebe 8 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude