Freitag, 27. September 2013

Heiß von Gerd Schilddorfer

Eine atemlose Jagd beginnt

In Berlin untersucht Kommissar Thomas Calis den Mord an einem Mitarbeiter der Siemenswerke in Berlin. Zeitgleich wird im Hindukusch ein alter Gelehrter der Kalash umgebracht und dann verbrannt. Der Polizeichef der Region stellt unangenehme Fragen und tritt bei seiner Suche nach der Wahrheit dem parkistanischen Geheimdienst auf die Füße. Schon bald ist auch sein Leben in Gefahr.

Unterdessen erhält John Finch einen unglaublichen und tollkühnen Auftrag. Es soll den gejagten Polizeichef aus den Hindukusch retten und mit einem Militärjet ausfliegen. Dieser Auftrag  ist sehr heikel und auch nicht ungefährlich. Und schon bald muss Finch feststellen, dass ihm die Verfolger dicht auf den Fersen sind. Eine Jagd nach der Wahrheit beginnt und führt die Beteiligten rund um den Globus.

Diesen Thriller von Gerd Schilddorfer muss man einfach gelesen haben. Das Buch umfasst stolze 669 Seiten, aber ich habe mich auf keiner dieser Seiten gelangweilt. Der Autor schafft es bei dem Leser seiner Geschichte mit den gut recherchierten historischen Fakten und mit den eingebauten Aktionszenen so eine Spannung aufzubauen, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Dieses Buch hat mich gefesselt, mich unterrichtet, mich gut unterhalten und zusätzlich auch noch zum Schmunzeln gebracht.

Ich habe einen neuen Lieblings-Thrillerautor gefunden und kann nur den Hut ziehen vor so einer tollen Arbeit und Leistung.

Für einen so tollen und beeindruckenden Thriller will und kann ich nur die höchste Punktzahl vergeben und dieses Buch wirklich jedem Thrillerfan empfehlen. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

©claude

Mittwoch, 25. September 2013

immeer von Henriette Vásárhelyi

Nachdenkliche Lektüre

Alles beginnt am Meer. Alles endet am und im Meer. Dies ist die Geschichte von Eva. Eigentlich die Geschichte von Eva und Jan. Oder doch eher die Geschichte von Eva, die erzählt wie es war als Jan krank war und starb. Wie es war als Jan nicht mehr da ist und welchen Schmerz sie gefühlt hat, welchen Schmerz sie immer noch fühlt und wie sie sich in ihrer Wohnung verschanzt, wie sie sich aus dem Leben zurückzieht und lieber allein ist und mit den Fliegen anstatt den Menschen zu reden. Es ist aber auch die Geschichte von Monn, den sie kennenlernt, weil er Jans Nummer übernommen hat und von Heiner einen Freund, mit dem Jan und sie in einer WG gewohnt haben.

Dieses Buch ist keine leichte Lektüre und anfangs habe ich mich mit der Erzählweise, den Wechsel zwischen jetzt und früher, den Wechsel zwischen Realität und Traum schwer getan. Es war einfach sehr anstrengend und auch verwirrend und ich brauchte einige Zeit, um mich zurechtzufinden in der Welt und den Gedanken von Eva. Aber nach einiger Zeit ist es mir gelungen in sie einzutauchen und ihr zu folgen, ihre Schmerzen zu fühlen, ihre Verwirrtheit, ihre Trauer und ihre innere Leere zu verstehen und nachzufühlen. Ich finde es gelingt der Autorin mit ihrer Art der Erzählweise sehr gut die Gefühle und die depressive Stimmung von Eva einzufangen und widerzugeben. Es ist ein trauriges und nachdenkliches Buch, was seine Zeit hat und auch seine Zeit braucht, um zu wirken.

Dieses Buch bekommt von mir 8 von 10 Punkte. Wer sich nicht scheut sich mit der Thematik Verlust, Freundschaft und deren Auswirkungen auseinander zu setzen, dem kann ich dieses Buch als Lektüre empfehlen. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude 

Willkommen in Hawks von Hannah Wunder

Ein tolles und spannendes Buch

Charlottes Eltern sind Geologen und wollen für ein Jahr nach Tibet. Ihre Tochter kann in dieser Zeit natürlich nicht alleine in München bleiben, denn sie ist erst 17 Jahre. Also beschließen alle zusammen, dass sie das Jahr in den USA in dem kleinen Ort Hawks bei ihrer Großmutter Lucy verbringt.

Obwohl Charlotte ein Kind der Großstadt ist lebt sie sich schnell ein den dem kleinen verschlafenden Nest Hawks. Sie geht zur Schule, gewinnt ein paar Freunde und ist gut in der Schule. Doch dann begegnet Sie Cameron einen der Trouble Boys. Die beiden haben zwar einige Kurse gemeinsam, aber sie reden kaum miteinander. Dies ändert sich als die Englischlehrerin ein Schulprojekts ins Leben ruft und Charlotte und Cameron zu einem Team macht. Die beiden lernen sich besser kennen, verstehen und verlieben sich ineinander. Doch dann passiert etwas schreckliches und Cameron muss ins Gefängnis. Charlotte, die ihn nicht helfen kann fliegt wieder nach Deutschland zurück.

Diese Geschichte aus der Feder von Hannah Wunder hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist sehr spannend und unterhaltsam erzählt. Zudem ist der Schreibstil sehr angenehm  und flüssig zu lesen. Ich konnte mir das kleine verschlafende Städtchen Hawks gut vorstellen und bin zusammen mit Charlotte durch die Strassen geschritten. Zusätzlich konnte ich ihren Schmerz, die Leere und ihre Ohnmacht gegenüber den Einwohnern von Hawks und den amerikanischen Behörden gut nachvollziehen.

Ich habe das Buch direkt in einem durchgelesen, weil es mich so interessiert hat, was aus Cameron und Charlotte wird, ob sie noch eine Chance bekommen oder ob schlussendlich alles verloren ist. Ich kann dieses tolle Buch nur weiterempfehlen und gebe hier verdiente 10 von 10 Punkte.

Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe

© claude

City of Bones von Cassandra Clare

Chroniken der Unterwelt Teil 1

New York City. In der Stadt die niemals schläft trifft Clary auf Jace den gutaussehenden, düsteren und sexy Jungen. Sie beobachtet wie Jace und seine Freunde einen Mord begehen und dann einfach verschwinden. Die Leiche ist zusätzlich einfach verschwunden und die drei Jugendlichen konnte auch nur Clary sehen. Was Clary zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß ist dass es sich bei den Jugendlichen um Dämonenjäger, sogenannte Schattenjäger, gehandelt.

Bereits einen Tag später geschieht etwas schreckliches in Clarys Leben und sie ist auf die Hilfe von Jace angewiesen. Kann und wird sie Jace vertrauen?

Diese Geschichte von Cassandra Clare ist der spannende Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie. Bereits in den ersten Seiten des Buches war ich gefangen in der Geschichte. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und habe mit Clary und Jace mitgefiebert. Diese fantastische Geschichte ist in einem sehr angenehmen und extrem bildlichen Schreibstil verfasst.

Ich bin normalerweise kein großer Fan von Fantasy-Geschichten, aber diese Geschichte hat mich wirklich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen. Ich kann gar nicht so genau sagen, was mich in dieser Geschichte festgehalten hat, aber eines weiß ich ganz genau. Ich werde auch den nächsten Teil lesen, sobald dieser wieder zu kaufen ist.

Ich kann diesem Buch nur 10 von 10 Punkte geben und eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Samstag, 21. September 2013

Die Tochter eines Arztes von Martina Frey

Ein schönes Buch zum Abtauchen

Die Arztfamilie Hentschel zieht im Jahre 1847 von Wiesbaden nach Holzhausen, weil es für die Gesundheit der Mutter am Besten zu sein scheint. Es sind bewegte und unruhige Zeiten. Baden befindet sich politisch im Umbruch und eine Revolution steht bevor. Eugenia, die Tochter des Arztes langweilt sich sehr schnell in der ländlichen Idylle, schließt aber sehr schnell Freundschaft mit Luise der Nichte des Dorflehrers. Gemeinsam mit ihr lernt sie Holzhausen und die Umgebung besser kennen. Sie wird auch auf den armen Bauerssohn Matthias Hollmann aufmerksam. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich eine Freundschaft und schließlich Liebe. Aber ein Bauer und die Tochter eines Arztes dürfen keine Beziehung zueinander eingehen.

Es kommt zur Katastrophe als Matthias durch Wilderei versucht seine Familie vor den Verhungern zu bewahren. Für Eugenia bricht eine Welt zusammen und schließlich soll sie den einstigen Geschäftspartner von ihren Vater heiraten und seine treusorgende Ehefrau werden. Wird es Eugenia gelingen trotz aller Hindernisse doch noch glücklich zu werden.

Dieser Roman von Martina Frey ist ganz nach meinem Geschmack. Hier findet der Leser alles was er sich von einem historischen Liebesroman wünschen kann. Die Wortwechsel zwischen Matthias und Eugenia sind einfach nur herrlich zu lesen. Ich mag es sehr wie die Autorin, die beiden ungleichen Charaktere aufeinander loslässt und hier eine Spannung der ganz besonderen Art aufbaut.

Zusätzlich konnte ich als Leser auch noch einiges über die badische Revolution erfahren und mich durch die Erzählung sehr gut in die damalige Zeit einfinden. Die Autorin hat am Ende des Buches auch erklärt, welche verwendeten Ereignisse historisch belegbar sind. Weiterhin gab es eine Liste der fiktiven und der realen Personen in diesem Roman sowie zusätzliche Informationen zu den Personen.

Wer mal wieder einen romantischen historischen Roman lesen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen. Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen und ich vergebe für dieses Buch 10 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Donnerstag, 19. September 2013

Der Sternengarten von Katrin Burseg

Der große Traum von Friedrich III.

Der Schauplatz dieses historischen Romans ist Schloss Gottorf bei Schleswig. Es ist 1640 und Sophie kommt nach dem Tod ihrer Eltern und dem Verschwinden ihres Bruders an den Hof des Herzogs Friedrich III. Hier erlernt sie das Gartenhandwerk und trifft dabei auf den jungen Perser Farid. Er ist ein Geschenk aus der großen Orientexpediton des Herzogs. Farid und Sophie werden Freunde, Seelenverwandte und Liebende. Der große Plan des Herzogs ein achtes Weltwunder zu erbauen wird auch ihr Leben bestimmen und leiten. Immer wieder gibt es in Sophies Leben einschneidene Erlebnisse, die ihr ganzes Dasein auf den Kopf stellen und ihre Liebe zu Farid gefährden. Wird der Plan des Herzogs gelingen und wird Sophie erkennen, was das wichtigste in ihrem Leben ist?

Dieser historische Roman von Katrin Burseg läßt sich sehr gut lesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Geschichte von Sophie ist spannend erzählt und lässt den Leser mitfiebern wie es in ihrem Leben weitergeht.

Die Beschreibungen des Mathematicus und die Dialoge zum Bau des achten Weltwunders, den Sternengarten bzw. dem Globus fand ich teilweise ein wenig zu langatmig. Es war sehr interessant etwas zu diesem Thema zu erfahren, aber in dieser umfassenden Weise war es dann doch für mich nicht nötig. Ich fand es hat den Fluss der Geschichte ein bisschen unterbrochen.

Schön fand ich, dass sie Autorin im Anschluss an den Roman noch in kurzen Worten auf den historischen Hintergrund eingegangen ist und dem Leser erklärt hat, was in ihrer Geschichte historisch belegt ist. So hat der Leser noch einmal einen kleinen Überblick auch ohne noch einmal im Internet recherchieren zu müssen.

Mir hat das Buch Alles in Allem gut gefallen und die Freunde von historischen Romanen werden mit diesem Buch sicherlich auch ihre Freude haben. Ich gebe hier 8 von 10 Punkte. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Täuscher von Andrea Maria Schenkel

Grausamer Doppelmord in Landshut

Es geschah in Süddeutschland im Jahre 1922. Ein grausamer Doppelmord beunruhigt die Bewohner von Landshut. Ein Hauptverdächtiger ist schnell gefunden. Es kann nur der Sohn des Bürstenfabrikanten gewesen sein. Schließlich war er der Verlobte eines der Opfer und er wird als das schwarze Schaf der Familie angesehen. Der Angeklagte leugnet aber beharrlich seine Schuld, obwohl die Indizien gegen ihn sprechen. Ist er auch ein Opfer der Umstände, der Denunzierungen und seines vorherigen Lebens oder ist er ein brillianter und auch abgebrühter Mörder?

Das war mein erstes Buch der Autorin Andrea Maria Schenkel und ich war sehr positiv überrascht. Sie schafft es mit einer einfachen und nicht überzogenen Sprache die Stimmung des Jahres 1922 sehr schön einzufangen. Die unterschiedlich auftauchenen Charaktere und Protagonisten werden unter anderen durch die Verwendung des bayrischen Dialektes nahezu perfekt beschrieben und in Szene gesetzt.

Die Kapitel dieses Krimis werden in verschiedenen Zeitebenen und zusätzlich auch unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Protagonisten erzählt und betrachtet, damit der Leser einen umfassenden Einblick in das Geschehen erhält. Dies ist der Autorin auch sehr gut gelungen und die Geschichte bleibt unter anderen aus diesem Grund bis zum Ende interessant und spannend.

Nach dem Genuss dieses Buches werde ich bestimmt in nächster Zeit noch einige Bücher der Autorin lesen. Danke auch für die sehr angenehme und interessante Leserunde. Ich gebe dem Buch 9 von 10 Punkte und gerne auch eine Leseempfehlung. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Freitag, 13. September 2013

Die Liebhaber meiner Töchter von Kati Naumann

Eine interessante Familienstudie

Nina ist eine gute Mutter. Zusammen mit Peter hat sie 3 wundervolle Töchter Greta, Marlene und Lotta. Dieses sind liiert mit Noah, Konrad und Till. Nina hat die drei Jungs, die sie die Liebhaber ihrer Töchter nennt, ins Herz geschlossen. Für sie gehören die drei somit zur Familie. Doch eines Tages passiert etwas, womit Nina nicht gerechnet hat. Alle Töchter trennen sich nach dem gemeinsamen Urlaub von ihren Freunden. Für Nina bricht eine Welt zusammen. Sie sieht überhaupt nicht ein, warum sie sich nicht mehr mit den Dreien treffen darf, wenn sich ihre Töchter von ihnen trennen. Durch Ninas Verhalten, ihrem Mitgefühl und ihrer Großherzigkeit beginnt eine unglaubliche Geschichte, die kaum noch zu stoppen ist.

Bei der Lektüre dieser Geschichte von Kati Naumann hatte ich anfangs Probleme in den Erzählstil hineinzufinden. Es gab immer wieder Zeitsprünge, die meinen Lesefluss beeinträchtigt haben. Nach einiger Zeit hatte ich mich dann auch den Stil der Autorin eingestellt und das Lesen fiel mir sichtlich leichter.

Kopfschüttelnd und tief erstaunt habe ich die Naivität und das Mitgefühl der Protagonistin Nina bewundert. Die Aufopferung, die sie an den Tag legt, um es jeden recht zu machen ist einfach unglaublich. Sie will alle Menschen aus ihrem Umfeld retten und ihnen zur Seite stehen. Dieses Buch zeigt wunderschön, wie man sich als Mutter auf keinen Fall verhalten sollte, wenn man die Kontrolle behalten will.

Es war wirklich sehr erfrischend diese Geschichte zu lesen. Sie hat mich mal wieder dazu gebracht über meine eigene Familie, unsere Verhaltensweisen, unseren Zusammenhalt nachzudenken und dankbar für ihre Liebe und ihr Vertrauen zu sein.

Ich vergebe für das Buch 7 von 10 Punkte und bedanke mich bei der Autorin Kati Nauman für eine sehr informative Leserunde.

© claude

Donnerstag, 12. September 2013

Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander

Ein toller Auftakt

Ein Frau wird in ihrer Wohnung grausam zugerichtet und umgebracht. Als Hauptkommissar Georg Stadler den Tatort betritt und das brutal abgeschlachtete Opfer sieht fühlt er sich an einen früheren Fall erinnert. Sofort denkt er an einen Serienmörder. Seine Kollegen sind anderer Meinung. Sie haben für den ersten Fall bereits einen Täter festgeommen und die Verhandlung steht bald an.

Heimlich bittet Georg Stadler die Psychologin Liz Montario um Hilfe bei dem Fall. Sie sagt sofort zu, obwohl sie eigentlich genug persönliche Probleme hat. Ein anonymer Briefeschreiber bedroht sie. Schließlich kommt es noch zu weiteren Morden und Liz wird offiziel zu den Fällen zu Rate gezogen. Bald schon muss sie sich eine Frage stellen: Ist wirklich ein Serienmörder in den Strassen von Düsseldorf unterwegs oder ein Mörder, der vorgibt ein Serienmörder zu sein.

Dieser Thriller ist wirklich sehr spannend und nervenaufreibend. Allein die Beschreibung der Tatorte und der Opfer ist schon sehr speziell und magenumdrehend. Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und auch sehr angenehm zu lesen. Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an und hält auch bis zum Schluss der Geschichte durch. Am Ende gibt es keine losen Enden mehr.

Dies soll wieder ein Auftakt für eine neue Thriller-Serien sein und den Anfang dieser Reihe finde ich sehr gelungen. Ich bin schon gespannt wie es mit den Hauptfiguren weitergehen wird und ich freue mich auf den nächsten Fall von Stadler und Montario.

Ich vergebe hier 10 von 10 Punkte und gebe eine unbedingte Leseempfehlung. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Montag, 9. September 2013

Total durchgeknallt, die Jungs! von Tina Zang

Es ist Sommer

Der Sommer ist da und für Flora, 16 Jahre alt, beginnen endlich die langersehnten Sommerferien. Diese will sie diesmal aber nicht nur mit ihrer Mutter und den drei Hunden verbringen. Nein ist hat einen anderen Plan. Sie will in die WG der "Verrückten" einziehen. Nur für ein paar Wochen. Aber wie kann sie ihre biedere und ordnungsliebende Mutter nur davon überzeugen, dass sie unbedingt bei den Jungs wohnen muss? Der Zufall kommt ihr zur Hilfe. Ihre Mutter hat nach langer Zeit mal wieder ein Date und sie braucht Hilfe bei Make-up und Kleidung. Vally  einer der WG'ler ist auf diesem Gebiet einfach unschlagbar. Er macht aus der beigen Mutter eine glamouröse Bettina. Nach dieser Verwandlung ist es ein leichtes für Vally und Flora sie von dem temporären Umzug ihrer Tochter zu überzeugen. Der Sommer kann also starten. Aber wird er auch so verlaufen wie Flora es geplant hat?

Diese Geschichte von Tina Zang hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Tina Zang ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Figur der Flora ist sehr sympathisch, aufgeweckt und nicht auf dem Mund gefallen. Während der Geschichte lernen wir sie, ihre Probleme, ihre Freunde und ihre Familiensituation sehr gut kennen. Es hat sehr viel Spass gemacht den Sommer zusammen mit Flora zu verbringen, ihre neuen Freunde zu treffen und ihr bei dem einem oder anderem Problem zur Seite zu stehen.

Dieses Buch ist eine wunderbare Lektüre für zwischendurch und ich gebe diesem Buch 9 von 10 Punkte. Ich freue mich auf die Fortsetzung, die von der Autorin bereits angekündigt worden ist. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Sonntag, 8. September 2013

Rotwild von Voosen/Danielsson

Der Zweite Fall des Ermittlerteam Forss und Nyström

Der zweite Fall von Stina Forss und Ingrid Nyström hat es in sich. An einem wunderschönen Junimorgen wird der Leichnam eines Lehrers gefunden. Dieser ist mit unzähligen Pfeilen durchbohrt, an einem Baum gefesselt bei einem altertümlichen Bogenschützenturnier gefunden worden. Bald stellt sich heraus dass diese Darstellung des Toten einem frühchristlichen Märtyrers entspricht. Das Motiv für diesen grausamen Mord ist den Ermittlerinnen unklar. Ist die Tat von einem religiösen Fanatiker begangen worden? Die Umfeldermittlung im Bekanntenkreis des Opfers zeigt, dass dieser nicht religiös war.

Zwei Tage später gibt es ein weiteres Opfer. Auch hier wurde der Leichnam grausam verstümmelt und das Abbild eines Märtyrers geschaffen. Würden die Morde wirklich aus religiösen Motiven heraus begangen? Erste Zweifel kommen bei der Ermittlung auf. Gab es zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Opfern eine weitere Verbindung als ihre Todesart?

Dieser Krimi vom Autoren-Duo Voosen und Danielsson ist spannend und sehr unterhaltsam geschrieben. In diesem Buch steht nicht nur der Kriminalfall und deren Lösung im Mittelpunkt, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehung der Ermittler, ihre Sorgen und Nöte werden aufgezeigt und thematisiert. Für den Leser ergibt sich somit die Gelegenheit das Ermittlerteam nicht nur bei ihrer Arbeit zu erleben, sondern auch ihre familiäre Situation kennenzulernen, ihre emotionale Verfassung zu erfahren und dadurch ihre Verhaltensweisen besser einordnen zu können.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Für mich fühlte es sich nur ein bisschen komisch an, dass sich alle in Schweden, auch bei Vernehmungen immerzu duzen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl alle wären befreundet. Alles in Allem hat mir dieser Krimi gut gefallen. Am Ende sind fast alle Fragen geklärt, da es sich hier aber um eine Krimi-Reihe handelt, sind wohl das ein oder andere lose Ende gewollt, um den Leser auch zum Kauf des nächsten Teils zu bewegen.

Ich gebe für dieses Buch 9 von 10 Punkte und eine Leseempfehlung. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

Teile der Reihe:
1. Später Frost
2. Rotwild

© claude

Freitag, 6. September 2013

Die Spione von Myers Holt - Eine gefährliche Gabe von Monica M. Vaughan

Schönes und unterhaltsames Kinderbuch

Christopher Lane, auch Chris genannt, kann es nicht glauben. Er soll mit einem außergewöhnlichen Talent gesegnet sein. Der hat die Gabe in das Bewußtsein von anderen Menschen einzudringen und deren Gedanken zu lesen. Wegen dieser Gabe wird er als einer von 6 Schülern in die Myers Holt Akademie aufgenommen. Und was er hier erfährt ist wahrlich fantastisch. Das Eliteinternat entpuppt sich als geheime Unterabteilung des MI5, dem britischen Geheimdienst und die Akademie ist im Wahrheit nicht anderes als der MI18. Hier werden Chris und seine neuen Freunde als Nachwuchsagenten ausgebildet. Und sie haben nicht viel Zeit zum Training, denn das Leben des Premierministers ist in Gefahr und nur die Schüler der Akademie können die Gefahr abwenden.

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Kinderbuch und den ersten Teil einer neuen Reihe in der der Agent Chris Lane die Hauptrolle spielt. Auch wenn dies ein Buch für Kinder ist, fühlte ich mich gut unterhalten. Ich fand die Geschichte wirklich sehr spannend, hier wurde sehr schön beschrieben wie die Auswahl der Schüler erfolgte, die Unterrichtsmethoden wurden ausführlich erklärt und auch der Einsatz zur Rettung des Premierministers war sehr rasant.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen und die Geschichte lies sich leicht und flüssig lesen.
Das Ende des Buches ist so gestaltet, dass der Leser wissen will, wie könnte es weitergehen. Und ich denke der 2. Teil wird auch nicht lange auf sich warten lassen.

Ich gebe diesem Buch 8 von 10 Punkte und werde dieses Fantasy-Kinderbuch sicherlich meiner Nichte als Lektüre empfehlen. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude


Donnerstag, 5. September 2013

Im Licht von Apfelbäumen von Amanda Coplin

Das Leben des William Talmadge

Inmitten von Apfel- und Aprikosenbäumen lebt William Talmadge einsam und zurückgezogen auf seiner Plantage. Bereits vor Jahren hat er seine komplette Familie verloren. Sein Vater ist bei einem Minenunglück verschüttet worden, seine Mutter wurde von einer Krankheit dahingerafft und seine Schwester ist eines Tages spurlos verschwunden. So arbeitet Talmadge tagein und tagaus auf seiner Planatage, pflegt seine Bäume, fährt zum Markt, um seine Äpfel zu verkaufen und besucht manchmal seine einzige Freundin Caroline in der Stadt.

Eines Tages bemerkt er auf dem Markt zwei schwangere und zudem verwahrloste Mädchen. Als Talmadge an seinem Stand einschläft nutzen die Beiden ihre Chance und stehlen ihm einige seiner Äpfel. Tage später beobachtet er die Mädchen in der Nähe seiner Plantage, aber er verjagt sie nicht. Er will ihnen helfen und gibt ihnen zu essen. So bleiben die beiden in der Nähe und Talmadge sorgt für die beiden verängstigten Mädchen. Auch bei der Geburt der Kinder hilft der tatkräftig mit. Doch dann soll sich alles ändern. Eines Tages erscheinen bewaffnete Männer auf der Plantage.

Die Geschichte, erzählt von Amanda Coplin, ist eine sehr einfühlsame, traurige und auch poetische Erzählung über das Leben eines einsamen Mannes, der sich eine Familie wünscht. Er ist bereit für diese Familie, alles zu tun. Er würde auch Risiken eingehen, um sie zu beschützen.

Für diese Erzählung benutzt die Autorin eine wirklich sehr bildhafte und lebendige Sprache, die die Plantage, Talmadge, die Mädchen und den Canyon sofort im Kopfkino entstehen lässt.

Meiner Meinung mach sollte man dieses Buch nicht zu schnell lesen. Hier gibt es zu viel zu entdecken und zusätzlich sehr viele nachdenkliche Momente, die vom Leser bewusst wahrgenommen werden sollten. Mich hat die Geschichte vor allem wegen ihrer Ernsthaftigkeit sowie ihrer Traurigkeit sehr ergriffen und bewegt.

Dieses Buch bekommt von mir 10 von 10 Punkte und ich empfehle es wirklich sehr gerne weiter. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude

Dienstag, 3. September 2013

Die guten Frauen von Christianssund von Anna Grue

Der erste Fall von Dan Sommerdahl

Im beschaulichen Christianssund, einer Stadt in Dänemark am Fjord gelegen, wird die Putzfrau Liliana in der Werbeagentur Kurt & Co getötet. Die Polizei, allen voran Flemming Torp, ist schnell vor Ort, vom Täter fehlt aber leider jede Spur. Torps Freund Dan Sommerdahl ist Mitarbeiter in dieser Agentur und kann die Tote als Liliana identifizieren. Leider weiß niemand ihren Nachnamen oder ihre Adresse und auch die Reinigungsfirma bestreitet eine Person mit dem Namen Liliana angestellt zu haben. Schnell gerät ihr Kollege Benjamin Winther in den Fokus der Ermittler. Warum hat er den Mord nicht gemeldet und ist einfach vom Tatort verschwunden?

Dan Sommerdahl wird von seinem Freund Flemming Torp um Hilfe gebeten, schließlich kennt er alle Mitarbeiter der Agentur und deren kleine Geheimnisse. Und schon bald ermittelt Dan eigenständig in diesem Mordfall. Wird er herausfinden warum Liliana sterben musste?

Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen dänischen Krimireihe deren Hauptprotagonist Dan Sommerdahl ist. Anna Grue hat hier einen spannenden und soliden Krimi geschrieben, der Lust auf weitere Fälle macht. Sie führt den Leser in die Stadt Christianssund, in das Leben sowie die Freundschaft von Dan Sommerdahl und Flemming Torp ein.

Durch die angenehme, atmosperische und flüssige Schreibweise fällt es dem Leser leicht der Handlung schnell und unkompliziert zu folgen. Ich will mehr lesen von Anna Grue und hatte am Ende des Buches bereits die Gelegenheit mittels einer Leseprobe in den 2. Teil der Reihe reinzulesen, der mich neugierig gemacht hat.

Bei diesem Buch handelt es sich um einen tollen und wirklich sehr lesenswerten Krimi, dem ich gerne 10 von 10 Punkte gebe und dem ich jedem Krimi-Fan nur empfehlen kann. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

Teile der Reihe:
1. Die guten Frauen von Christianssund
2. Der Judaskuss


© claude

Montag, 2. September 2013

Ich koch dich tot von Ellen Berg

Vorsicht vor dem Nachwürzen

Vivi ist 35, Hausfrau und mit dem tyrannischen Werner verheiratet. Dann passiert ein tragischer Unfall, der Werner das Leben kostet. Er hat sich dummerweise selbst mit Rattengift ins Jenseits befördert. Als Vivi ihn nach vorn gekippt, liegend in der Bratensosse vorfindet, weiß sie erst einmal nicht, was sie machen soll. Wie soll sie das bloß der Polizei erklären. Schließlich hat sie das Rattengift morgens in den Pfefferstreuer getan. Doch da hat sie eine Idee.

Alles könnte so schön werden, wären da nicht der neue Verehrer, der an ihr Erbe will. Und auch ihr Testamentsvollstrecker ist ihr bereits auf den Fersen und will mehr als nur ihre Freundschaft. Auch er spricht von Liebe, aber Vivi ist nicht bereit eine neue Schreckensherrschaft in ihrem Haus zu dulden. Es kommt wie es kommen muss. Vivi greift zum Kochlöffel und ihre Rezepte enthalten ein besonderes todsicheres Gewürz.

Dieser Roman von Ellen Berg ist wahnsinnig unterhaltsam und sehr lustig. Die Erzählweise der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Wer schwarzen Humor mag, der ist hier genau richtig. Es ist einfach nur köstlich wie Ellen Bergs Protagonist Vivi agiert und  einen Mann nach dem Anderen verschwinden lässt. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen. Ich war gar nicht in der Lage aufzuhören.

Besonders gefallen hat mir, dass am Ende des Buches auch noch die Rezepte, die in diesem Buch gekocht wurden, aufgeführt werden. Glücklicherweise ist aber eine bestimmte Zutat nicht enthalten. Da kann ich doch nur noch eines sagen: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie die Köchin.

Dieses Buch wird sicherlich nicht das letzte Buch sein, welches ich von Ellen Berg gelesen habe.

Ich gebe diesem Roman 10 Punkte von 10 Punkte und selbstverständlich eine klare und todsichere Leseempfehlung. Wer sich selbst eine Meinung über das Buch bilden möchte kommt hier zur Leseprobe.

© claude